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Internet via Satellit

 

 

Das Internet gehört schon in vielen Haushalten mittlerweile zum Leben dazu. Es gibt kaum nur noch eine TV- Sendung oder Tageszeitung, die nicht ohne Ihre Internetwerbung auskommt. " Möchten sie mehr Infos dazu haben, so schauen sie doch mal auf xyz.de". Man ist auf das Internet angewiesen.  Je größer und stärker eine Internetseite mit Material und Bildern voll gestopft wird, umso größer ist dann auch noch die Ladezeit. Viele Besitzer von Analogmodems können davon ein Lied singen. Umsteigen auf ISDN oder besser DSL ist dann das Schlagwort. Doch fragen sie mal Ihren Telefonanbieter ob in Ihren kleinen Dorf das DSL zu haben ist ...

 

Also gibt es nur noch eins: Internet via Satellit. Die Zeiten, zu denen Internet über  Satellit für den privaten Endkunden fast unbezahlbar war, sind vorbei. Eine Satellitenantenne hat heute fast jeder. Doch auch beim Surfen via Satellit werden natürlich auch weiterhin zwei Einwahl-Richtungen benötigt. Zum einen der Weg vom PC zum Satelliten für den sogenannten „Upstream“ und zum anderen für den „Downstream“ also der Weg vom Satelliten zum PC.  
Um eine Internetverbindung vom PC zum Satelliten aufzubauen, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Die „Ein-Wege-„ und die „Zwei-Wege-Verbindung“.  
Bei der Ein-Wege-Verbindung erfolgt die Einwahl (Upstream-Verbindung) weiterhin über das Modem zum Anbieter.  Der Downstream  (Download) läuft über den Satelliten. Das alles sieht ganz einfach aus: Sie geben die gewünschten Daten (Internetadresse in den Browser ein) und dieser werden via Modem oder ISDN. zum Provider geschickt. Also über das herkömmliche Telefonnetz. Der Provider schickt daraufhin die angeforderten Daten an den Satelliten, von wo sie zurück an den PC geschickt werden (über ihre Sat-Schüssel, von wo sie dann auf dem eigenen PC landen). Der Clou:  Die Downloadgeschwindigkeit  kann dabei bis zu 16000 Kbit/s betragen. 
  
Bei der Zwei-Wege-Verbindung läuft auch die Datenverbindung vom PC zum Internet, aber diesmal wie unsere Internetabfrage direkt über das LNB gesendet. Es besteht also ein Rückkanal zum Satelliten. Es wird somit keine zusätzliche Verbindung zum Internet über ein Modern oder ISDN benötigt. In diesem Fall lässt sich eine bereits vorhandene Satschüssel aber nicht so einfach umrüsten. Da auch hier der Rückkanal über den Satelliten läuft, wird eine spezielle Anlage benötigt, die auch in der Lage ist, Signale zu versenden. Die Satellitenschüssel besitzt also eine Sende- und Empfangsanlage (LNB) und ein Satellitenmodem bzw. einen Router. Das Signal wird, wie schon beschrieben, direkt vom PC  über die Satanlage an den Satelliten geschickt. Der wiederum schickt die Datenpakete über das Internet weiter und die angeforderte Seite wird direkt vom Internet wieder an den Satelliten geschickt, von wo sie an den heimischen PC weitergeleitet wird. Dies soll also irgendwann mal Standard sein.


  
Was brauche ich den alles für das Internet via Satellit:
  
Sie benötigen zunächst eine Parabolantenne mit digitaltauglichem LNB. Das kann die gleiche Schüssel sein, über die Sie auch Fernsehen empfangen. Weiterhin wird eine  DVB-S Karte für den Computer benötigt. Diese Karten kosten heute um die 80 Euro.  Für die Installation der DVB-Karte benötigen Sie einen freien PCI-Steckplatz. Sollte kein Steckplatz für die Karte mehr frei sein oder besitzen Sie einen Laptop, funktioniert es auch mit einer externen USB-Box. Für die Ein-Wege-Verbindung sollte ihr PC noch ein Modem für die Datenanforderung über die normale Telefonleitung verfügen. Nun brauchen Sie noch den richtigen Internetanbieter und ein wenig Geld.
 

Hier ein paar Anbieter: 
  
* Strato AG (skyDSL).

Bei Strato kommt der Satellit Atlantic Bird auf 8° West zum Einsatz. Die Datentransferrate beträgt bis zu 16000 kbit/s. Für die Einwahl wird kein zusätzlicher Onlineanbieter benötigt, da Strato gleich selbst die Einwahl übernimmt. Eine Antenne sowie DVB-Karte stellt Strato allen Kunden als Dankeschön kostenlos zur Verfügung.

 


* Telekom (T-DSL) 

Ja, auch die Deutsche Telekom bietet Internet über Satellit an. Ihr wird Astra 23,5° Ost als Satellit eingesetzt. Die Datentransferrate beträgt allerdings "nur" 768 kbit/s. Einen Online Anbieter zur Einwahl, genauso wie eine Antenne und DVB Karte müssen sie aber selber suchen.

 

 

* Schott (Satspeed)

Der in Franken ansässige Online-Provider Schott (satspeed.de) hat eine Gemeinschaftsantenne für den Zweiwege-Internet-Zugang per Eutelsat-Satellit im Programmkatalog.

Die "MultiDSL2u" getaufte Hardware besteht aus einem 120er-Spiegel mit Sende- und Empfangseinheit, die inklusive Installation knapp 600 kostet. Um den Antennenmast muss sich die Hausgemeinschaft kümmern. Jeder an die Gemeinschaftsantenne angeschlossene Nutzer benötigt zudem ein eigenes Modem für den Anschluss an seinen Rechner. Die Erweiterung kostet 300 Euro, zudem wird eine einmalige "Aktivierungsgebühr" in Höhe von 50 Euro fällig.
Bei Tarifen und Bandbreiten stützt sich Schott auf die "Tooway"-Pakete des französischen Satelliten-Anbieters Eutelsat. Bei 24-monatiger Vertragslaufzeit können in der kleinsten Klasse für 30 Euro im Monat Daten mit 512 KBit/s empfangen und mit 128 KBit/s versendet werden. Die mittlere Klasse ermöglicht für 40 Euro monatlich den Download bis zu 1.024 KBit/s und den Datenversand ebenfalls mit 128 KBit/s. In der größten Klasse "L" für 80 Euro im Monat sind 2.048 KBit/s Download und 384 KBit/s im Upload möglich. Ohne lange Vertragsbindung liegen die monatlichen Flatrates in jeder der drei Klassen bei gleicher Leistung um jeweils zehn Euro über diesen Tarifen, dazu kommen eMail-Account und eine .de-Domain. Auch Telefonie-Dienste mit einem VoIP-fähigen Endgerät werden für knapp 10 Euro zusätzlich angeboten. Für "Tooway" werden Ku-Band-Kapazitäten auf dem Eutelsat-Satelliten Eurobird 3 und Ka-Band-Kapazitäten auf Eutelsat Hotbird 6 (13 Grad Ost) eingesetzt. Die Hub-Dienste erbringt die Eutelsat-Tochter Skylogic über ihren SkyPark Teleport in Turin, Italien. Eutelsat plant zudem 2010 einen reinen Ka-Band Satelliten für Breitbanddienste auf der Position 13 Grad Ost.
 

 

* Der "Astra2Connect"-Anbieter Yato führt einen Internet-Satellitenzugang für professionelle Anwender mit einer Bandbreite von 2 MBit/s ein. Die maximalen Bandbreiten betragen 2.048 kbit/s für den Download und 128 kbit/s für den Upload. Der Tarif, der eine Flatrate für unbegrenzte Datenmengen einschließt, sei vor allem für Nutzer in Gebieten mit unzureichend erschlossener DSL-Infrastruktur interessant und werde mit knapp 80 Euro monatlich abgerechnet. Für die Nutzung ist neben einer Satelliten-Anlage mit speziellem sendetauglichen LNB ein spezielles Modem erforderlich. Beide Komponenten werden von Yato gegen eine Einmalgebühr von 365 Euro oder monatliche Miete in Verbindung mit einer Mindestlaufzeit von 36 Monaten geliefert. Ein zusätzlicher Rückkanal per Telefonleitung ist nicht erforderlich.

 

* Es gibt noch weitere Anbieter, die aber mehr Ihre Pakete für Großfirmen ausgerichtet haben. Aus diesem Grund möchte ich sie hier nicht weiter aufführen.

  
Unser Fazit: 
  
Vorteil:
  
- schnelle Verbindung ins Internet

- Sie sind für die Zukunft gewappnet
- geeignet für große Downloads
  
Nachteil:
  
- derzeit noch hohe Einstiegskosten
- teilweise Verbindung über Telefonnetz nötig
- Übertragungsrate sinkt mit Zunahme der Nutzer
- mangelhafte Ausrichtung der Schüssel führt zu Empfangsproblemen

- Es  können Zusatzkosten entstehen.

 

 

 

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