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SATzentrale
25 Jahre Satelliten-, DX- & Medienportal

🛰ISS Daten

421 km
🌍 Pazifischer Ozean
🚀 27.577 km/h
🕒 14:00 UTC

🚀Raketenstart

LIVE
✅ Successful
Long March 4B | Yaogan 53-01 to 03/56-01 to 03
📍 Jiuquan Satellite Launch Center, People's Republic of China
🗓 10.09.2026 11:00

🌌 Himmelskörper

Objekt Höhe Azimut
☀ Sonne ↑ 06:31 ↓ 19:34
☿ Merkur 39,7°🟢 182,7°
♀ Venus 19,8°🟢 155,2°
♂ Mars 29,3°🟢 270,6°
♃ Jupiter 41,1°🟢 241,6°
♄ Saturn -34,9°⚫ 346,5°
♅ Uranus 0,7°🟢 304,7°
♆ Neptun -38,4°⚫ 357,9°

📻Funkwetter

Band Day Night
80m – 40m Fair Good
30m – 20m Good Good
17m – 15m Fair Fair
12m – 10m Poor Poor

📡 SAT News

28.2°E Sky Sports Golf HD 🔴 OFF
28.2°E Sky Sports Golf HD 🔴 OFF
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SATzentrale - DVB-T -

DVB-T

DVB-T Logo

 

Was ist DVB-T?

DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial) bezeichnet die digitale Übertragung von Fernseh- und Radioprogrammen über terrestrische Sender, also über Antennenanlagen auf Sendemasten.

Mit DVB-T begann Anfang der 2000er Jahre eine neue Ära des Antennenfernsehens. Die bisherige analoge Fernsehausstrahlung wurde schrittweise durch ein digitales System ersetzt. Ziel war es, die Vorteile digitaler Technik – bessere Bild- und Tonqualität, mehr Programme und zusätzliche Dienste – auch über die klassische Haus- oder Zimmerantenne verfügbar zu machen.

Während beim analogen Fernsehen ein Sender eine komplette Frequenz belegte, können bei DVB-T mehrere Programme gemeinsam in einem sogenannten Multiplex (Bouquet) übertragen werden.

Die Einführung von DVB-T in Deutschland

Die ersten DVB-T-Versuche fanden bereits Ende der 1990er Jahre statt. Der Regelbetrieb begann in Deutschland im Jahr 2002 in Berlin und Brandenburg. Danach wurde die digitale terrestrische Verbreitung schrittweise auf weitere Regionen ausgeweitet.

Jahr Ereignis
1997–2001 Erste technische Tests und Pilotprojekte mit digitalem Antennenfernsehen.
2002 Start des DVB-T-Regelbetriebs in Berlin und Brandenburg.
2004–2008 Bundesweite Einführung und Abschaltung vieler analoger Fernsehsender.
2009 Die analoge terrestrische Fernsehverbreitung endet in Deutschland weitgehend.
2017 Start von DVB-T2 HD in Deutschland und Beginn der Abschaltung von DVB-T.
2019 DVB-T wird in Deutschland endgültig durch DVB-T2 HD ersetzt.

Die Vorteile von DVB-T

Das digitale Antennenfernsehen brachte gegenüber der alten analogen Technik zahlreiche Vorteile:

  • deutlich bessere Bild- und Tonqualität
  • keine analogen Störungen wie Geisterbilder oder Bildrauschen
  • mehrere Programme über eine Frequenz
  • mobile Empfangsmöglichkeiten
  • kein Kabelanschluss und keine Satellitenschüssel notwendig
  • geringe laufende Kosten

In Ballungsgebieten konnten über DVB-T mehrere öffentlich-rechtliche und private Programme empfangen werden. Besonders attraktiv war DVB-T für Haushalte, die keine Satellitenanlage installieren konnten oder wollten.

Mobiler Empfang – "Überall Fernsehen"

Eine wichtige Eigenschaft von DVB-T war die Möglichkeit des mobilen Empfangs. Durch die spezielle Signalverarbeitung konnten Programme beispielsweise mit kleinen Antennen in Fahrzeugen oder tragbaren Geräten empfangen werden.

DVB-T wurde deshalb häufig als "Überall Fernsehen" bezeichnet.

Die Grenzen von DVB-T

Trotz seiner Vorteile hatte DVB-T auch Einschränkungen. Die verfügbare Datenrate war begrenzt, wodurch nur wenige Programme und zunächst keine hochauflösenden HD-Sender übertragen werden konnten.

Während Satellit und Kabel bereits umfangreiche HD-Angebote bereitstellten, blieb DVB-T hauptsächlich auf Standardauflösung beschränkt.

DVB-T2 HD – der Nachfolger

Um die terrestrische Übertragung zukunftsfähig zu machen, wurde DVB-T2 entwickelt. Der Nachfolger nutzt eine effizientere Signalübertragung und ermöglicht zusammen mit dem Videocodec HEVC/H.265 die Verbreitung von HDTV-Programmen.

In Deutschland startete DVB-T2 HD offiziell im Jahr 2017. Seit 2019 ist DVB-T die alte Technik vollständig ersetzt.

Unterschiede DVB-T und DVB-T2 HD

Merkmal DVB-T DVB-T2 HD
Einführung 2002 2017
Videocodec MPEG-2 / MPEG-4 HEVC/H.265
Bildqualität SD HD bis Full HD
Modulation COFDM verbesserte COFDM-Technik
Programme pro Frequenz mehrere SD-Programme mehrere HD-Programme

DVB-T Einführungsplan Deutschland

DVB-T Einführung Deutschland

Die Einführung erfolgte schrittweise nach Regionen. Zunächst wurden Ballungsräume versorgt, anschließend folgten weitere Gebiete.

Kosten und Gebühren

Der Empfang öffentlich-rechtlicher Programme über DVB-T war grundsätzlich ohne zusätzliche Empfangsgebühren möglich. Die gesetzliche Rundfunkfinanzierung blieb davon jedoch unabhängig bestehen.

Mit DVB-T2 HD änderte sich die Situation teilweise: Private Sender werden über die Plattform freenet TV verschlüsselt angeboten und benötigen eine Freischaltung.

Zusatzdienste

DVB-T unterstützte neben Fernsehen auch verschiedene Zusatzfunktionen:

  • Elektronischer Programmführer (EPG)
  • Untertitel
  • digitale Radiodienste
  • Software-Updates für Empfangsgeräte
  • interaktive Multimedia-Anwendungen

Technische Grundlagen

DVB-T verwendet das Übertragungsverfahren COFDM (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex).

Dabei wird das Signal auf viele einzelne Träger verteilt. Dies macht DVB-T besonders robust gegenüber:

  • Reflexionen an Gebäuden
  • Mehrwegeempfang
  • Störungen durch Geländeunterschiede

DVB-T konnte mit verschiedenen Übertragungsmodi arbeiten:

  • 2k-Modus: 1705 Träger
  • 8k-Modus: 6817 Träger

Der 8k-Modus wurde besonders häufig verwendet, da er besser für große Gleichwellennetze geeignet ist.

Wichtige Fachbegriffe

Coderate

Die Coderate beschreibt den Anteil der Nutzdaten im Verhältnis zur gesamten übertragenen Datenmenge. Ein Teil der Übertragungskapazität wird für Fehlerkorrektur verwendet.

Datenreduktion

Digitale Fernsehsignale werden komprimiert, indem nicht wahrnehmbare Bild- und Toninformationen entfernt werden. Dadurch können mehrere Programme statt eines einzelnen analogen Programms übertragen werden.

DVB

DVB steht für Digital Video Broadcasting. Die DVB-Familie umfasst verschiedene Standards:

  • DVB-S / DVB-S2 – Satellit
  • DVB-C / DVB-C2 – Kabel
  • DVB-T / DVB-T2 – Antenne
  • DVB-H – mobiles Fernsehen

Set-Top-Box

Eine Set-Top-Box ist ein separates Empfangsgerät, das digitale Fernsehsignale empfängt und für ältere Fernseher nutzbar macht.

Bei DVB-T waren solche Receiver in den Anfangsjahren notwendig. Moderne Fernseher besitzen heute meist bereits einen integrierten DVB-T2-HD-Tuner.

Terrestrik

Als Terrestrik bezeichnet man die drahtlose, erdgebundene Übertragung von Rundfunksignalen über Sendeanlagen. Sie unterscheidet sich vom Empfang über Satellit oder Kabel.

DVB-T heute

DVB-T selbst spielt in Deutschland keine Rolle mehr und wurde vollständig durch DVB-T2 HD ersetzt.

Die terrestrische Übertragung bleibt jedoch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Rundfunkversorgung. Sie bietet eine unabhängige Empfangsmöglichkeit, beispielsweise bei Internetausfällen, in mobilen Anwendungen oder als einfache Alternative zu Kabel und Satellit.

 

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10.09.2026 SATzentrale ©
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