| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 05:46 | ↓ 20:35 |
| ☿ Merkur | 17,6°🟢 | 80,2° |
| ♀ Venus | -32,9°⚫ | 44,6° |
| ♂ Mars | 42,9°🟢 | 106,3° |
| ♃ Jupiter | 13,3°🟢 | 77,1° |
| ♄ Saturn | 37,5°🟢 | 213,6° |
| ♅ Uranus | 54,9°🟢 | 140,6° |
| ♆ Neptun | 30,8°🟢 | 223,3° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Fair | Fair |
| 12m – 10m | Poor | Poor |
Unterstütze die SATzentrale – Deine Hilfe macht den Unterschied! Die SATzentrale kostet Dich nichts! Wir, das gesamte Team, investieren viel Zeit und Energie, um Dir ein attraktives Radioprogramm zu bieten und diese Webseite stets aktuell zu halten. Doch diese Arbeit bringt auch finanzielle Aufwände mit sich, die wir aus eigener Tasche tragen. Wenn Du unsere Arbeit schätzt, hast Du nun die Möglichkeit, uns finanziell zu unterstützen. Jeder noch so kleine Beitrag ist eine unschätzbare Hilfe und zeigt uns, dass Du unsere Arbeit anerkennst. Wir danken Dir von Herzen für Deine Unterstützung!
ADR -Astra Digital Radio-

Die Entwicklung des digitalen Satellitenradios
Bevor digitales Radio über Satellit verbreitet wurde, erfolgte die Tonübertragung bei analogen Satelliten-Fernsehprogrammen über sogenannte Tonunterträger. Innerhalb eines analogen TV-Transponders befand sich neben dem eigentlichen Fernsehsignal ein zusätzlicher Frequenzbereich für die Tonübertragung.
Diese Tonunterträger lagen typischerweise in einem Bereich zwischen etwa 6,12 MHz und 8,46 MHz. Sie konnten für verschiedene Anwendungen genutzt werden, beispielsweise für den Fernsehton, zusätzliche Sprachversionen oder eigenständige Radioprogramme.
Bei der analogen Radioübertragung wurde für Stereoempfang normalerweise ein linker und rechter Audiokanal benötigt. Dadurch entstand ein höherer Platzbedarf innerhalb des Satellitentransponders. Wurde nur ein Kanal genutzt, war lediglich Monoempfang möglich, wodurch allerdings zusätzliche Kapazitäten für weitere Programme oder Tonsprachen frei wurden.
Die Entstehung von ADR (Astra Digital Radio)
Mit der zunehmenden Digitalisierung der Rundfunktechnik entstand der Wunsch, die vorhandenen Satellitenkapazitäten besser auszunutzen und gleichzeitig die Tonqualität zu verbessern. Aus diesen Überlegungen heraus entwickelte die Satellitenbetreibergesellschaft SES Astra gemeinsam mit Rundfunkanstalten ein digitales Hörfunksystem für die vorhandenen Satellitenkanäle.
Das Ergebnis war ADR (Astra Digital Radio). Das System wurde 1995 zur Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin vorgestellt und anschließend schrittweise eingeführt.
ADR nutzte die digitale Audiokompression nach dem MPEG-1 Layer-2-Verfahren. Dadurch konnten mehrere Radioprogramme in deutlich besserer Qualität über die vorhandenen Satellitenkapazitäten übertragen werden. Für den Empfang war jedoch ein spezieller ADR-Satellitenreceiver erforderlich.
Das System wurde besonders von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten genutzt, da es eine kostengünstige Möglichkeit bot, viele Radioprogramme über Satellit anzubieten. Über viele Jahre gehörte ADR zu den wichtigsten digitalen Radiodiensten über den Satelliten Astra.
Chronik des Satellitenradios
1980er Jahre:
Mit der Einführung des Satellitenfernsehens über Astra und anderen
Satellitensystemen wurden auch Radioprogramme über die Tonunterträger der
Fernsehtransponder verbreitet. Die Übertragung erfolgte zunächst analog.
1995:
Start von Astra Digital Radio (ADR) zur Internationalen Funkausstellung. Damit
begann die digitale Radioübertragung über Satellit für private Haushalte.
Ende der 1990er Jahre:
ADR verbreitete sich zunehmend. Viele Radioprogramme wurden zusätzlich oder
ausschließlich digital über Satellit ausgestrahlt.
2000er Jahre:
Mit der Einführung von digitalem Satellitenfernsehen (DVB-S) änderte sich die
Technik grundlegend. Radioprogramme wurden nun zunehmend als Bestandteil
digitaler TV-Transponder übertragen. Dadurch wurde ADR technisch immer weniger
bedeutend.
30. April 2012:
Mit der vollständigen Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens in
Deutschland endete auch die Nutzung von ADR. Die Satellitenübertragung erfolgte
anschließend ausschließlich digital über DVB-S beziehungsweise später DVB-S2.
Was kam nach ADR?
Nach ADR setzte sich die Übertragung von Radioprogrammen über digitale Satellitensysteme durch. Moderne Satellitenreceiver empfangen Radioprogramme heute direkt über DVB-S oder DVB-S2. Dabei werden die Audiodaten ähnlich wie bei digitalen Fernsehsendern in einem Transportstrom übertragen.
Durch die Digitalisierung konnten deutlich mehr Radioprogramme übertragen und zusätzliche Informationen wie Sendernamen, Programmdaten oder elektronische Programmführer bereitgestellt werden.
Satellitenradio heute
Im Jahr 2026 spielt der klassische Satellitenradioempfang für viele Privathaushalte eine deutlich geringere Rolle als früher. Die meisten Hörer nutzen heute DAB+, Internetradio, Streamingdienste oder Radioangebote über Smart-TV- und Multimedia-Systeme.
Trotzdem bleibt der Satellit ein wichtiger Übertragungsweg für viele Radiostationen, insbesondere für die Zuführung von Programmen zu Sendeanlagen, Kabelnetzen und digitalen Plattformen.
Auch viele moderne Satellitenreceiver und Fernseher können weiterhin digitale Radioprogramme über DVB-S/DVB-S2 empfangen. Der Unterschied zu früher besteht darin, dass dafür keine spezielle ADR-Technik mehr notwendig ist.
Fazit
ADR war ein wichtiger Schritt auf dem Weg vom analogen zum digitalen Radio. Das System zeigte bereits Mitte der 1990er Jahre, welche Vorteile digitale Übertragungstechniken bieten können. Mit der vollständigen Digitalisierung des Satellitenfernsehens wurde ADR jedoch durch modernere Standards wie DVB-S und DVB-S2 ersetzt.
Die Entwicklung vom analogen Tonunterträger über ADR bis hin zu heutigen digitalen Radio- und Streamingangeboten zeigt den stetigen Wandel der Rundfunktechnik.
Bildnachweis: Diese Website enthält, wenn nicht anders ausgewiesen, Material von Rico Bube-Förster, Dreamstime, 123RF, Fotolia, iStockphoto, Alamy und Logos der Einrichtungen/Behörden
Eingebundene Webseiten. Viele Informationen entstanden mit freundlicher Genehmigung und Freigabe durch Drittanbieter. Für den Inhalt einschl. Cookies, Banner, Webcodes ist der Webseitenersteller selber verantwortlich.