| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 06:06 | ↓ 20:09 |
| ☿ Merkur | 41,7°🟢 | 128,1° |
| ♀ Venus | -0,3°⚫ | 103,7° |
| ♂ Mars | 60,0°🟢 | 209,1° |
| ♃ Jupiter | 53,1°🟢 | 148,0° |
| ♄ Saturn | -4,1°⚫ | 280,9° |
| ♅ Uranus | 40,0°🟢 | 252,9° |
| ♆ Neptun | -12,5°⚫ | 287,1° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Good | Good |
| 12m – 10m | Fair | Poor |
Open TV

OpenTV gehörte Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre zu den wichtigsten Plattformen für interaktives digitales Fernsehen. Gemeinsam mit Systemen wie MHP war OpenTV ein Versuch, das klassische Fernsehen um zusätzliche digitale Dienste zu erweitern.
Die Idee dahinter war, Anwendungen direkt auf digitalen Receivern auszuführen. Zuschauer sollten nicht nur Fernsehen empfangen, sondern auch elektronische Programmführer (EPG), Nachrichten, Spiele, Zusatzinformationen und interaktive Dienste über die Fernbedienung nutzen können.
OpenTV unterstützte verschiedene Programmiersprachen und Laufzeitumgebungen, die speziell für Set-Top-Boxen entwickelt wurden. Anders als bei einem normalen Computer mussten die Anwendungen mit den begrenzten Ressourcen der damaligen Receiver auskommen.
Viele OpenTV-Receiver verfügten über Common-Interface-Steckplätze (CI), über die sich beispielsweise Pay-TV-Module nutzen ließen. Damit konnten verschiedene Verschlüsselungssysteme und Angebote von Bezahlfernsehanbietern integriert werden.
Anbieter wie PREMIERE, Telepiù oder Canal Satellite setzten auf digitale Receiver mit interaktiven Funktionen. Auch Fernsehsender wie ARD, ZDF und RTL entwickelten Anwendungen, die über die Fernbedienung aufgerufen werden konnten. Dazu gehörten unter anderem elektronische Programmführer, zusätzliche Informationen zu Sendungen und einfache interaktive Anwendungen.
In Deutschland kam vor allem OpenTV EN2 (Enhanced) zum Einsatz. Diese erweiterte Variante bot zusätzliche Möglichkeiten gegenüber früheren Versionen und wurde in zahlreichen Digitalreceivern verschiedener Hersteller eingesetzt.
Die Receiver mussten jedoch bereits ab Werk für OpenTV vorbereitet sein. Eine nachträgliche Installation war meistens nicht möglich, da die Geräte über zu wenig Speicher und begrenzte Hardware-Ressourcen verfügten.
Software-Aktualisierungen konnten teilweise über den Satelliten- oder Kabelanschluss übertragen werden. Zusätzlicher Speicher ließ sich bei einigen Geräten über Erweiterungskarten realisieren.
OpenTV war besonders im Satellitenbereich weit verbreitet. In Großbritannien wurde die Technologie beispielsweise bei den digitalen Receivern von Sky eingesetzt. Auch zahlreiche internationale Pay-TV-Plattformen nutzten OpenTV als Basis für interaktive Dienste.
Im deutschen Markt blieb die Nutzung interaktiver Funktionen jedoch hinter den Erwartungen zurück. Viele Zuschauer verwendeten ihre Digitalreceiver hauptsächlich zum Fernsehen und nutzten die zusätzlichen Anwendungen nur selten.
Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets und leistungsfähiger Smart-TVs verloren proprietäre Receiver-Plattformen wie OpenTV zunehmend an Bedeutung.
Die Zukunft lag nicht mehr in geschlossenen Receiver-Systemen, sondern in offenen, internetbasierten Standards. Besonders HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) setzte sich ab etwa 2010 als neuer Standard für interaktives Fernsehen durch.
HbbTV nutzt moderne Web-Technologien wie HTML, CSS und JavaScript und ermöglicht Funktionen wie Mediatheken, Streaming-Angebote, Zusatzinformationen und interaktive Dienste auf nahezu allen aktuellen Smart-TVs.
OpenTV wurde im Laufe der Jahre weitgehend durch HbbTV und andere moderne Plattformen ersetzt. Trotzdem war OpenTV ein wichtiger Entwicklungsschritt auf dem Weg zum heutigen Smart-TV.
OpenTV war eine der ersten erfolgreichen Plattformen, die Fernsehen und interaktive digitale Anwendungen miteinander verband. Viele Funktionen, die heute bei Smart-TVs selbstverständlich sind, wurden bereits damals erprobt. Der Standard konnte sich langfristig jedoch nicht gegen offene Internet-basierte Lösungen wie HbbTV durchsetzen.
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