| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 05:47 | ↓ 20:34 |
| ☿ Merkur | -19,1°⚫ | 357,5° |
| ♀ Venus | -21,8°⚫ | 293,0° |
| ♂ Mars | -8,3°⚫ | 32,6° |
| ♃ Jupiter | -19,9°⚫ | 354,9° |
| ♄ Saturn | 16,9°🟢 | 106,3° |
| ♅ Uranus | 1,6°🟢 | 57,0° |
| ♆ Neptun | 20,4°🟢 | 116,7° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Fair | Fair |
| 12m – 10m | Poor | Poor |
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DVB-S
DVB-S (Digital Video Broadcasting – Satellite) ist der weltweit etablierte Standard für die digitale Übertragung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen über Satellit. Er wurde in den 1990er Jahren vom DVB-Projekt entwickelt und revolutionierte den Satellitenempfang grundlegend. Im Vergleich zur analogen Übertragung ermöglicht DVB-S eine wesentlich bessere Bild- und Tonqualität, eine deutlich größere Programmvielfalt sowie zahlreiche Zusatzdienste wie elektronische Programmführer (EPG), Mehrkanalton, Untertitel und digitale Radiosender.
Die ersten regulären DVB-S-Ausstrahlungen begannen Mitte der 1990er Jahre. In Deutschland wurde digitales Satellitenfernsehen vor allem durch die Einführung der Pay-TV-Plattform DF1 der Kirch-Gruppe bekannt, die am 28. Juli 1996 ihren Sendebetrieb aufnahm. Bereits kurze Zeit später folgten die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF mit ihren digitalen Programmen. Seitdem entwickelte sich DVB-S zum wichtigsten Übertragungsweg für Satellitenfernsehen in Europa.
Von Analog zu Digital
Über viele Jahre wurden Fernsehprogramme analog über Satellit ausgestrahlt. Jeder Fernsehsender belegte dabei einen kompletten Satellitentransponder. Dadurch war die Anzahl der Programme begrenzt und die Bildqualität hing stark von der Empfangsstärke ab.
Mit DVB-S änderte sich dies grundlegend. Durch moderne Datenkompression können mehrere Fernseh- und Radiosender gleichzeitig auf einem einzigen Transponder übertragen werden. Je nach Bildqualität und verwendetem Videocodec finden heute zwischen acht und fünfzehn HDTV-Programme oder sogar noch mehr SD-Programme auf einem einzigen Transponder Platz.
Ein weiterer Vorteil der digitalen Übertragung besteht darin, dass Bild und Ton entweder in voller Qualität empfangen werden oder – bei zu schwachem Signal – vollständig ausfallen. Die für analoge Übertragungen typischen Bildstörungen wie Schnee oder Geisterbilder treten bei DVB-S nicht mehr auf.
Wie funktioniert DVB-S?
Fernsehprogramme werden von den Sendeanstalten zunächst digital aufbereitet und anschließend zu einer Satelliten-Bodenstation (Uplink) übertragen. Von dort gelangen sie zu einem geostationären Satelliten, der sich in rund 36.000 Kilometern Höhe über dem Äquator befindet. Der Satellit sendet die Signale anschließend zurück zur Erde, wo sie mit einer Satellitenschüssel empfangen werden.
Zum Empfang werden benötigt:
Empfang über Astra und Hotbird
Im deutschsprachigen Raum erfolgt der überwiegende Teil des Satellitenempfangs über Astra 19,2° Ost. Dort senden nahezu alle großen deutschen Fernseh- und Radiosender sowie zahlreiche internationale Programme.
Weitere bedeutende Satellitenpositionen sind unter anderem:
DVB-S in Deutschland
Die Einführung des digitalen Satellitenfernsehens begann in Deutschland Mitte der 1990er Jahre. Zu den wichtigsten Meilensteinen gehören:
| Jahr | Ereignis |
| 1995 | Vorstellung des digitalen Fernsehens auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. |
| 28. Juli 1996 | Start der digitalen Pay-TV-Plattform DF1. |
| 1997–1999 | ARD und ZDF beginnen mit der digitalen Satellitenverbreitung. |
| 1999 | Fusion von DF1 und Premiere zu Premiere World. |
| 2003–2008 | Immer mehr Privatsender stellen zusätzlich auf digitale Verbreitung um. |
| 30. April 2012 | Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens über Astra 19,2° Ost. |
| heute | Nahezu alle Satellitenprogramme werden digital über DVB-S oder DVB-S2 ausgestrahlt. |
DVB-S2 – Die zweite Generation
Im Jahr 2005 wurde mit DVB-S2 der Nachfolger von DVB-S eingeführt. DVB-S2 nutzt modernere Modulationsverfahren und leistungsfähigere Fehlerkorrekturen. Dadurch können deutlich höhere Datenraten erreicht werden.
Heute werden praktisch alle HDTV- und UHD-Programme über DVB-S2 übertragen. Auch moderne Videokompressionsverfahren wie MPEG-4 AVC und HEVC (H.265) kommen überwiegend zusammen mit DVB-S2 zum Einsatz.
FTA, Pay-TV und Pay-per-View
Im digitalen Satellitenfernsehen unterscheidet man verschiedene Programmarten:
Elektronischer Programmführer (EPG)
Nahezu jeder DVB-S-Receiver verfügt über einen elektronischen Programmführer (EPG). Dieser zeigt das aktuelle Fernsehprogramm, Inhaltsbeschreibungen, Sendezeiten und häufig auch Vorschauen für mehrere Tage an. Moderne Receiver bieten zusätzlich Aufnahmefunktionen, Favoritenlisten, Timeshift und Netzwerkfunktionen.
Welche Satellitenanlage wird benötigt?
In vielen Fällen kann eine vorhandene Satellitenschüssel weiterhin verwendet werden. Wichtig ist jedoch, dass ein modernes Universal-LNB installiert ist. Dieses deckt den gesamten Frequenzbereich des heutigen Satellitenempfangs ab.
Für den Empfang werden empfohlen:
Vorteile von DVB-S
DVB-S heute
Auch fast 30 Jahre nach seiner Einführung gehört DVB-S beziehungsweise DVB-S2 zu den wichtigsten Übertragungswegen für Fernsehen in Europa. Millionen Haushalte empfangen ihre Programme über Satellit. Dank moderner Kompressionsverfahren, UHD-Auflösung, HDR und leistungsfähiger Satelliten bleibt der Satellitenempfang auch in Zeiten von Streaming und IPTV ein bedeutender Bestandteil der Fernsehversorgung.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | DVB-S |
| Einführung | 1995 (erste Regelbetriebe ab 1996) |
| Übertragungsweg | Satellit |
| Modulation | QPSK |
| Nachfolger | DVB-S2 |
| Videocodecs | MPEG-2, MPEG-4 AVC, HEVC (mit DVB-S2) |
| Empfang | Satellitenschüssel, Universal-LNB, DVB-S/DVB-S2-Receiver |
| Status | Weltweit im Einsatz |
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