| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 05:35 | ↓ 20:48 |
| ☿ Merkur | -16,5°⚫ | 16,5° |
| ♀ Venus | -25,6°⚫ | 307,1° |
| ♂ Mars | -3,9°⚫ | 42,4° |
| ♃ Jupiter | -19,6°⚫ | 2,7° |
| ♄ Saturn | 20,4°🟢 | 111,1° |
| ♅ Uranus | 4,7°🟢 | 61,7° |
| ♆ Neptun | 23,6°🟢 | 121,9° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Good | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Fair | Fair |
| 12m – 10m | Poor | Poor |
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Vorwort:
Diese Anleitung zeigt Ihnen mit Wort und Bild die Installation einer Drehanlage mit einem 36V H-2-H Motor. Die aufgezeigten Aufbauanleitungen ähneln denen eines DiSEqC 1.2 Motors und wurden daher in abgeänderter Form übernommen. Die Werte, welche wir hier aufzeigen, sind nur Richtwerte und können je nach Wohnort leider abweichen. Grund ist die Größe des Satellitenspiegels sowie die Höhe zwischen Boden und Befestigungsort der Anlage sowie die eventuell vorhandenen Hindernisse und die Qualität der genutzten Produkte.
Wir gehen hier von einer Mastmontage aus, welche auch korrekt mittels einer Wasserwaage installiert sein sollte. Die Satanlage besteht aus einer 125 cm Gibertini-Satschüssel und einem Single-LNB. Der Drehbereich soll zwischen 85° Ost und 60° West liegen. Als Motor wurde das H-2-H Mount Jäger HQ 1224 SMR genutzt.
Der Motor ist für Spiegelgrößen von 120 bis 150 cm hergestellt. Der Mast sollte einen Durchmesser von 50-90 mm haben und sehr stabil sein. Entgegen eines DiSEqC-1.2-Motors reicht hier nicht das vorhandene Koaxkabel zur Steuerung des Motors aus.
Für die Steuerung des Motors wird ein Receiver mit Positionierer (z.B. Topfield TF 3000CIPpro) und ein 4-adriges Steuerkabel benötigt. Achten Sie beim Verlegen des Steuerkabels darauf, dass Sie kein Telefonkabel oder einfaches Stromkabel nutzen, da hier die Stromstärke auf einer langen Kabelstrecke nicht ausreicht, um den Motor zu steuern.
Wir empfehlen ein 5-adriges, doppelt abgeschirmtes Stromkabel (2,7 je Leiter) zu verwenden. Damit können Strecken bis zu 35 Meter problemlos gesteuert werden.
Alle Motoren werden mit einem geringen Drehbereich ausgeliefert, welcher jedoch an einem "Limit Switcher" am Motor beliebig eingestellt werden kann. Der Switcher befindet sich meist direkt neben den Zahnrädern im Motorkasten (siehe Bild 1).
Als Nächstes wird der Spiegel direkt an den Motor geschraubt. Dies geht nur bei Prime-Focus-Antennen - Spiegel ohne Elevationshalterung - (Bild 2).
Wer einen Offset-Spiegel (z.B. eine 125er /150er Gibertini-Satschüssel) an den Motor anschließen möchte, benötigt eine Adapterplatte (Bild 3). Hier muss dann die Spiegelelevation auf 0° eingestellt werden.
Allerdings ist dafür viel Bastelarbeit gefragt, da die Adapterplatte größer als die Elevationshalterung des Offsetspiegels ist. Ich habe mir eine Spezialhalterung in L-Form geschweißt (ähnlich einer Wandhalterung), die auf die Adapterplatte aufgeschraubt wurde.
Die Elevationshalterung des Spiegels wurde auf die "Spezialhalterung" aufgeschraubt. Der Abstand zwischen der Adapterplatte und des Spiegels beträgt ca. 15 cm (Bild 3a).
Mittlerweile werden aber 2 Halterungen für Offsetspiegel mitgeliefert, welche an die Adapterplatte angebracht werden müssen. Dies trifft z.B. für Offsetspiegel von IRITE oder Channel Master zu (Bild 3b).
Bild 3a:
Bild 3b:
Nun befestigen wir den Motor (eingestellt auf der Position 0 - bei der Auslieferung des Motors ist meist ein anderer Wert eingestellt) am Antennenmast.
Jetzt wird das LNB am Receiver angeschlossen und die 4 Steuerdrähte mit dem Positioniererteil angeschlossen (verwechseln Sie möglichst nicht die Anschlüsse).
Nun geht es zur Einstellung.
Wir nutzen für die Drehanlage den Satelliten Hotbird auf 13° Ost. Hier brauchen wir folgende Werte für unseren Wohnort (z.B. Sörnewitz).
Beispiel für Sörnewitz:
Beide Werte können Sie hier erfahren: [ Direktlink ]
Nun schalten wir den Receiver ein und legen zunächst das Ost- und das Westlimit des Drehbereiches fest und speichern dies ab (Siehe Anleitung des Receivers).
Danach drehen wir den Motor auf 0,77° West, soweit es die grobe Einstellung des Rotors erlaubt.
Was bedeutet 0,77° West? Wie komme ich auf diesen Wert?
Nun, da gibt es zwei Rechnungsbeispiele:
1. Die einfache Rechnung:
Satellitenposition - östliche Länge des Wohnortes = Einstellung der Motorposition für den gewünschten Satelliten.
2. Die korrekte Rechnung:
Unsere Erde ist nun mal rund und nicht flach. Daher muss die Motoreinstellung anders berechnet werden. Der Wert errechnet sich aus der Deklination und dem Polarmount Hour Angle. Dann werden 180° - dem Polarmount Hour Angle errechnet. Das ergibt den Winkel, der beim Motor einzustellen ist.
Da dies sehr schwer manuell rechenbar ist, haben wir in unseren Onlinerechner das für Sie schon ausgerechnet. Hier geht es zum [ Onlinerechner ].
Wir gehen von der korrekten Rechnung aus.
Jetzt muss der Polarachswinkel eingestellt werden. Der Polarachswinkel ist im Grunde nichts anderes als die Elevation / Latitude (Bild 4).
Laut Hersteller soll die Mutter am Gewindestab so eingestellt werden, bis wir so ca. auf 51° kommen (seitlich am Motorgehäuse ablesbar).
Die praktische Erfahrung hat aber gezeigt, dass dies nicht immer sinnvoll ist. Stellen Sie also den Polarisationswinkel und den Deklinationswinkel (Bild 5) so ein, bis Sie für den Referenzsatelliten (Hotbird) ein Signal empfangen.
Lösen Sie für die Änderung des Deklinationswinkels die 3 Schrauben und schieben Sie den Satspiegel leicht nach oben oder nach unten.
Wir speichern nun unsere erste Satposition ab. Allerdings erst mal vorläufig. Wie dies geht, entnehmen wir dem Handbuch des Receivers.
Satelliten, die in unmittelbarer Nähe unserer abgespeicherten Position liegen, werden mit nahezu 100%iger Sicherheit auch zu empfangen sein.
Aber wie es mit den äußeren Positionen sein wird, hängt davon ab, wie genau wir die Ausrichtung vorgenommen haben.
Deshalb wird es jetzt besonders spannend, wenn wir den Motor auf die westlichste bzw. östlichste Satposition fahren, die wir empfangen wollen.
Die Einstellung erfolgt nun über die Fernbedienung des Receivers. Die Signalqualität überprüfen wir, wie oben beschrieben.
Diese Ergebnisse sind möglich:
Der Empfang ist optimal, da unsere Einstellungen sehr sorgfältig waren. Wir können uns daran machen, alle restlichen Positionen ebenfalls abzuspeichern.
(Bild 1)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung, durch sanftes Aufwärtsbewegen der Antenne für den östlichen Satelliten und sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den westlichen Satelliten.
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor samt Antenne gegen den Uhrzeigersinn (links nach Osten) gedreht wird.
Danach muss die Astra-Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die östlichste und westlichste Position.
Durch erneutes Auf- und Abwärtsbeugen kontrollieren wir, ob eine weitere Signalverbesserung erfolgt. Je nach Ergebnis wiederholen wir den obigen Vorgang, bis der Empfang für alle 3 Positionen optimal ist.
(Bild 2)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung, durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten Satelliten und sanftes Aufwärtsbeugen für den westlichsten Satelliten.
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor samt Antenne ein wenig im Uhrzeigersinn (rechts nach Westen) gedreht wird.
Danach muss die Astra-Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die östlichste und westliche Position.
Durch erneutes Auf-/Abwärtsbeugen kontrollieren wir, ob eine weitere Signalverbesserung erfolgt. Je nach Ergebnis wiederholen wir den obigen Vorgang, bis der Empfang für alle 3 Positionen optimal ist.
(Bild 3)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung, durch sanftes Aufwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen Satelliten.
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den Elevationswinkel am Motor vergrößern (nach oben) und am Satspiegel verkleinern (nach unten), bis für alle 3 Positionen der Empfang optimal ist.
(Bild 4)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung, durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen Satelliten.
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den Elevationswinkel am Motor verkleinern (nach unten) und am Satspiegel ein wenig vergrößern (nach oben), bis für alle 3 Positionen der Empfang optimal ist.
Jetzt sind die östlichste, die westlichste und Astra als relativ zentrale Satposition erfasst, und wir können endlich bequem vom Zimmer aus alle anderen Satelliten dazwischen ansteuern, abspeichern und mit dem Programmsuchlauf beginnen.
Am schnellsten geht jedoch das Einspielen der fertigen Drehanlagensettings.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim "neuen" Fernsehgenuss und verlieren Sie nicht den Mut, wenn es am Anfang nicht sofort funktioniert.
Bildnachweis: Diese Website enthält, wenn nicht anders ausgewiesen, Material von Rico Bube-Förster, Dreamstime, 123RF, Fotolia, iStockphoto, Alamy und Logos der Einrichtungen/Behörden
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