| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 05:51 | ↓ 20:30 |
| ☿ Merkur | 51,9°🟢 | 139,0° |
| ♀ Venus | 3,0°🟢 | 100,9° |
| ♂ Mars | 60,4°🟢 | 207,6° |
| ♃ Jupiter | 51,4°🟢 | 139,3° |
| ♄ Saturn | 1,0°🟢 | 274,5° |
| ♅ Uranus | 44,6°🟢 | 245,2° |
| ♆ Neptun | -7,3°⚫ | 280,5° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Good | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Fair | Fair |
| 12m – 10m | Poor | Poor |
Unterstütze die SATzentrale – Deine Hilfe macht den Unterschied! Die SATzentrale kostet Dich nichts! Wir, das gesamte Team, investieren viel Zeit und Energie, um Dir ein attraktives Radioprogramm zu bieten und diese Webseite stets aktuell zu halten. Doch diese Arbeit bringt auch finanzielle Aufwände mit sich, die wir aus eigener Tasche tragen. Wenn Du unsere Arbeit schätzt, hast Du nun die Möglichkeit, uns finanziell zu unterstützen. Jeder noch so kleine Beitrag ist eine unschätzbare Hilfe und zeigt uns, dass Du unsere Arbeit anerkennst. Wir danken Dir von Herzen für Deine Unterstützung!
Die Anzahl der drehbaren Satellitenantennen wächst unaufhaltsam. Viele SAT-Fans scheuten sich jedoch vor der komplizierten Installation und Einrichtung einer solchen Anlage. Hier gibt es jedoch bereits einige große Errungenschaften zur Vereinfachung dieser Arbeit.
Eines davon ist das von der italienischen Firma Stab hergestellte elektronische Lokalisationssystem namens "USALS" (Universal Satellites Automatic Location System). Dieses System wird auch als DiSEqC 1.3 System bezeichnet und soll die manuelle Speicherung der Satellitenpositionen vereinfachen.
Dieses System ist für alle DiSEqC 1.2 Motoren gedacht. Hauptsächlich natürlich für die firmeneigenen Stabmotoren. USALS errechnet alle Satelliten-Positionen mit einer Genauigkeit von 0,1 Grad mit einer maximalen Fehlposition von 0,05 Grad für den gewünschten Satelliten und des Installationsortes.
Mittlerweile gibt es unzählige Tipps, Anleitungen und Ratschläge in Fachzeitschriften und diversen Foren zum Aufbau einer USALS-Drehanlage. Warum nun gerade hier auch noch?
Ich habe mittlerweile selber sehr viele unterschiedliche Drehanlagen aufgebaut und immer wieder festgestellt, dass die beiliegenden Bedienungsanleitungen kaum verständlich oder trotz genauer Ausführung nie das Ergebnis zufriedenstellend war.
Hier nun mein persönlicher Tipp zum Aufbau einer USALS-Drehanlage.
Receiver, die über USALS verfügen, erkennt man an diesem Symbol.
Auch wenn die Satellitensuche mit USALS sehr einfach ist, so wird dennoch eine vorherige korrekte Installation der Antenne und des Motors notwendig.
Zunächst sollten wir uns Gedanken über die Größe unserer Satantenne machen. Viele Satelliten strahlen ihre Sender auf unterschiedlichen Ausleuchtzonen ab.
Während im Kernbereich der Ausleuchtzone das Signal am stärksten ist und entsprechend kleine Antennen für einen optimalen Empfang ausreichen, werden in den Randgebieten der Ausleuchtzonen zum Teil erheblich größere Satelliten-Schüsseln benötigt.
Eine Drehanlage lohnt sich daher immer ab einer Antennengröße von 1,00 Meter. Achten Sie aber stets darauf, welche maximale Antennengröße Ihr DiSEqC-Motor tragen kann.
Ein ganz wichtiger Punkt bei der Installation ist der Stützmast, auf dem die ganze Anlage installiert werden soll. Nehmen Sie niemals Rohre mit einem kleinen Durchmesser.
Auch sollte der Mast fest im Boden oder an der gewünschten Stelle verankert sein. Eine Drehanlage benötigt viel Platz. Hindernisse wie z.B. die Hauswand sind da fehl am Platz.
Ist dies alles beachtet worden, benötigen wir nun einige mathematische Daten und Informationen unseres Wohnortes.
Diese Werte erhalten Sie auch für Ihren Wohnort auf dieser Internetseite: Direktlink .
Eine umfangreiche Azimut/Elevationstabelle finden Sie auch hier:
Jetzt heißt es frisch ans Werk. Vor der eigentlichen Motorinstallation befestigen wir die Satantenne ohne den Motor an unserem Stützmast und richten diese auf 19,2° Ost (Astra) aus.
Sie können natürlich auch einen anderen Satelliten z.B. Hotbird 13° Ost nehmen. Hier sollte die Antenne so eingerichtet werden, dass der Empfang optimal ist.
Nun ist der Spiegel ideal eingestellt. Wir drehen die Schrauben an der Elevationshalterung der Antenne fest und lösen die Mastschellen.
Als nächstes befestigen wir den Motor am Antennenmast. Die Position am Motor muss auf 0° eingestellt werden. Diese Gradeinstellung ist auf der Motoroberseite um den Motorzapfen herum eingestanzt. Bei der Auslieferung ist meist ein anderer Wert eingestellt.
Befestigen Sie den Motor am Antennenmast so, dass auch dieser in etwa auf 0° Ost (Blickrichtung Süden) zeigt. Auf den Motor wird nun die Antenne aufgesetzt.
Montieren Sie die Mastschelle der Antenne so weit wie möglich am oberen Ende des Befestigungszapfens am Motor. Damit wird beim Ansteuern der äußeren Positionen eine Kollision von Motorgehäuse und Antennenhalterung vermieden.
Zur Orientierung für die exakte Ost/West-Ausrichtung dient die Nase am Motorzapfen. Richten Sie die Rotorhalterung an der Antennenachse aus.
Wir ziehen die Muttern gleichmäßig fest, so dass die Antenne nicht zur Seite ausbricht, sondern Feedarm und Motor eine Gerade ergeben.
Jetzt verbinden wir das LNB mit dem "LNB-Ausgang" des Motors und den "Receiver-Ausgang" des Motors mit dem Sat-Receiver.
Nutzen Sie dazu ein hochwertiges Koax-Kabel. Beachten Sie dabei, dass das Kabel zwischen LNB und Motor noch genügend Spielraum hat.
Damit kein schlechtes Wetter unseren Empfang stört, sollten wir über allen F-Steckern eine Gummitülle oder ein sogenanntes "Waterlock" schieben. Nun kann der Regen unseren F-Steckern nichts mehr anhaben.
Bei hochwertigen Motoren legen die Hersteller einige Gummitüllen bei. Wenn der Receiver an das Stromnetz angeschlossen ist, sollte das System betriebsbereit und ein Steuern der Antenne möglich sein.
Hier kommt nun zum ersten Mal USALS zum Einsatz. Schalten Sie den Receiver ein und gehen Sie in das USALS-Menü.
Nun benötigen wir unsere vorherigen Wohnortdaten - also Latitude und Longitude. Diese beiden Werte werden in das vorbereitete Feld mittels der Zahlentastatur der Fernbedienung eingegeben.
Vergessen Sie nicht die Eingabe des Satelliten Astra 19,2° Ost!
Nun gehen Sie auf die Befehlszeile "Goto the Position" und wählen Sie "OK" an. Bei einigen Receivertypen kann diese Anwahl auch fehlen.
Hier reicht schon nach Eingabe der Latitude und Longitude das Betätigen der OK-Taste. Das System errechnet nun die Motorposition für Ihren Wohnort und dreht den Motor auf die errechnete Position.
Für Sörnewitz sind es 6,07° Ost für den Satelliten Astra 19,2° Ost.
Auch der Motor muss nun eine korrekte Elevation besitzen. Diese Motorelevation hat nichts mit der Elevation der Satantenne zu tun.
Wir stellen die Elevation am Motor ein, indem wir diesen hoch oder runter drücken. Dabei sollten wir versuchen, den gewünschten Satelliten optimal zu empfangen.
Sollte noch kein Empfang von Astra auf 6,07° Ost möglich sein, dann lösen wir leicht die Muttern der Befestigungsschelle des Motors am Antennenmast.
Anschließend beginnen wir durch Drehen der gesamten Anlage mit der Ost/West-Ausrichtung, bis wir den Satelliten Astra optimal empfangen können.
Nicht vergessen, nach der Positionierung alle Schrauben bzw. Muttern wieder fest anziehen!
Für das optimale Ausrichten des Satelliten dient am besten auch ein eingestelltes Programm auf einen Analogreceiver (der Empfang ist optimal, wenn keine Fische die Bildqualität trüben).
Wer nur mit einem Digitalreceiver arbeitet, sollte Programme mit einer höheren Symbolrate (z.B. 27500) zur Einrichtung nutzen.
Satelliten, die in unmittelbarer Nähe unserer Astra-Position liegen, werden mit nahezu 100%iger Sicherheit auch zu empfangen sein.
Dazu gehen Sie wieder in das USALS-Menü des Receivers und wählen den gewünschten neuen Satelliten aus. Danach wie schon beim ersten Mal die "Goto the Position" anwählen.
Wie sieht der Empfang der anderen Satelliten aus, wenn wir den Motor auf die westlichste bzw. östlichste Satposition fahren?
Hierzu wird immer im USALS-Menü der gewünschte Satellit angewählt. Dabei empfehlen wir die Schritt-für-Schritt-Methode.
Das bedeutet: Schritt für Schritt die Satellitenbahn abfahren und die Anlage einrichten. Am besten fangen wir mit 28° Ost und 1° West an.
Wir schalten auf ein TV-Programm, welches auf der Position 1° West liegt. Wer keine Settings in den Digitalreceiver eingespeichert hat, muss nun einen Transponder auf dieser Position manuell eingeben.
Wir fahren den Motor in Richtung 1° West (Intelsat). Überprüfen Sie hier, ob ein Signal in der Signalanzeige des Receivers anliegt.
Nun wollen wir schauen, ob wir die zweite Astraposition (28,2° Ost) empfangen können. Wir gehen genauso wie oben beschrieben vor.
Schreiben Sie sich am besten die Pegel- und Qualitätsanzeige für jeden Satelliten auf. Dies tun Sie für folgende Satelliten:
Dabei sind diese Ergebnisse möglich:
Der Empfang ist optimal, da unsere Einstellungen sehr sorgfältig waren. Wir können uns daran machen, alle Transponder der empfangbaren Satelliten einlesen zu lassen.
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung durch sanftes Aufwärtsbewegen der Antenne für den östlichen Satelliten und sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den westlichen Satelliten.
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor samt Antenne gegen den Uhrzeigersinn (links nach Osten) gedreht wird.
Danach muss die Astra-Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die östlichste und westlichste Position. Durch erneutes Auf- und Abwärtsbeugen kontrollieren wir, ob eine weitere Signalverbesserung erfolgt.
Je nach Ergebnis wiederholen wir den Vorgang, bis der Empfang für alle drei Positionen optimal ist.
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten Satelliten und sanftes Aufwärtsbeugen für den westlichsten Satelliten.
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor samt Antenne ein wenig im Uhrzeigersinn (rechts nach Westen) gedreht wird.
Danach muss die Astra-Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die östlichste und westlichste Position. Durch erneutes Auf- und Abwärtsbeugen kontrollieren wir, ob eine weitere Signalverbesserung erfolgt.
Je nach Ergebnis wiederholen wir den Vorgang, bis der Empfang für alle drei Positionen optimal ist.
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung durch sanftes Aufwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen Satelliten.
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den Elevationswinkel am Motor vergrößern (nach oben) und am Satspiegel verkleinern (nach unten), bis für alle drei Positionen der Empfang optimal ist.
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen Satelliten.
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den Elevationswinkel am Motor verkleinern (nach unten) und am Satspiegel ein wenig vergrößern (nach oben), bis für alle drei Positionen der Empfang optimal ist.
Nun ist die östlichste, die westlichste und Astra als relativ zentrale Satposition erfasst. Wir können endlich bequem vom Zimmer aus alle anderen Satelliten ansteuern und mit dem Programmsuchlauf beginnen.
Ein Tipp: Beim Einstellen der Drehanlage sollten wir uns zunächst nicht nach den Satelliten auf 26° Ost (Arabasat) und 7° West (Nilesat) verleiten lassen.
Diese beiden Satpositionen sind mit teilweise sehr großen Antennen in Deutschland vollständig zu empfangen. In der Praxis war die beste Zeit von ca. 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr für die Einrichtung einer Drehanlage.
Damit Sie das nicht alles ausdrucken und aufschreiben müssen, habe ich Ihnen einen kleinen Notizzettel mit allen wichtigen Aufbaudetails zusammengestellt:
Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim "neuen" Fernsehgenuss und verlieren Sie nicht den Mut, wenn es am Anfang nicht sofort funktioniert.
Bildnachweis: Diese Website enthält, wenn nicht anders ausgewiesen, Material von Rico Bube-Förster, Dreamstime, 123RF, Fotolia, iStockphoto, Alamy und Logos der Einrichtungen/Behörden
Eingebundene Webseiten. Viele Informationen entstanden mit freundlicher Genehmigung und Freigabe durch Drittanbieter. Für den Inhalt einschl. Cookies, Banner, Webcodes ist der Webseitenersteller selber verantwortlich.