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SATzentrale
25 Jahre Satelliten-, DX- & Medienportal

🛰ISS Daten

431 km
🌍 Pazifischer Ozean
🚀 27.549 km/h
🕒 14:38 UTC

🚀Raketenstart

T-2d 9h
Go for Launch
Falcon 9 Block 5 | USSF-366
📍 Vandenberg SFB, CA, USA
🗓 15.08.2026 23:52

🌌 Himmelskörper

Objekt Höhe Azimut
☀ Sonne ↑ 05:47 ↓ 20:34
☿ Merkur 52,5°🟢 221,6°
♀ Venus 29,0°🟢 143,8°
♂ Mars 35,1°🟢 264,9°
♃ Jupiter 52,8°🟢 216,3°
♄ Saturn -25,3°⚫ 314,7°
♅ Uranus 15,7°🟢 284,3°
♆ Neptun -32,2°⚫ 323,8°

📻Funkwetter

Band Day Night
80m – 40m Fair Good
30m – 20m Good Good
17m – 15m Fair Fair
12m – 10m Poor Poor

📡 SAT News

68.5°E The Vine TV 🟢 ON
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7°W Thmanayh.1 🔴 OFF
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53°E Iran International HD 🔴 OFF

Satellitenscan

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Eine weltweite Übersicht aller empfangbaren Telekommunikationssatelliten. Transponder, Frequenzen, Symbolrate, FEC inklusive den Pids in einer einmaligen Aufmachung.


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SATzentrale - DVB-C2 -

DVB-C2

DVB-C2 Logo

DVB-C2 (Digital Video Broadcasting – Cable, Second Generation) ist die zweite Generation des digitalen Kabelübertragungsstandards DVB-C. Der Standard wurde von der europäischen Normungsorganisation ETSI (European Telecommunications Standards Institute) entwickelt und im Jahr 2010 unter der Bezeichnung EN 302 769 veröffentlicht. Ziel war es, die Übertragungskapazität moderner Kabelnetze deutlich zu erhöhen und sie für zukünftige Anwendungen wie Ultra HD (4K), 8K, hochauflösende Videodienste sowie schnellere Datendienste fit zu machen. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

DVB-C2 ist der direkte Nachfolger von DVB-C, welches bereits Mitte der 1990er Jahre eingeführt wurde und bis heute weltweit in zahlreichen Kabelnetzen eingesetzt wird. Während DVB-C hauptsächlich für die Übertragung von SD- und HDTV entwickelt wurde, berücksichtigt DVB-C2 die deutlich gestiegenen Anforderungen moderner Fernsehtechnik und digitaler Dienste.

Im Gegensatz zu DVB-C ist DVB-C2 nicht abwärtskompatibel. Das bedeutet, dass herkömmliche DVB-C-Receiver oder Fernseher DVB-C2-Signale nicht empfangen können. Für den Empfang wären spezielle DVB-C2-kompatible Empfangsgeräte erforderlich. Diese fehlende Kompatibilität war einer der Hauptgründe dafür, dass sich der Standard am Markt kaum durchsetzen konnte.

Technische Weiterentwicklungen

Im Vergleich zum ursprünglichen DVB-C verwendet DVB-C2 wesentlich modernere Übertragungsverfahren. Während DVB-C ausschließlich auf Einträger-Modulation setzt, nutzt DVB-C2 ein OFDM-basiertes Mehrträgerverfahren (Orthogonal Frequency Division Multiplexing), das bereits von DVB-T und DVB-T2 bekannt ist. Dadurch kann die verfügbare Bandbreite deutlich effizienter genutzt werden.

Als Modulationsverfahren unterstützt DVB-C2 verschiedene QAM-Stufen bis hin zu 4096-QAM. Zum Vergleich: DVB-C arbeitet in der Praxis meist mit maximal 256-QAM. Durch die höhere Modulationsdichte können erheblich mehr Daten innerhalb derselben Bandbreite übertragen werden.

Zusätzlich kommen moderne Fehlerkorrekturverfahren zum Einsatz. DVB-C2 nutzt eine Kombination aus:

  • LDPC (Low Density Parity Check)
  • BCH (Bose-Chaudhuri-Hocquenghem)
  • leistungsfähiger Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC)
Diese Verfahren sorgen selbst bei schwierigen Empfangsbedingungen für eine deutlich höhere Übertragungssicherheit.

Höhere Datenraten

Der größte Vorteil von DVB-C2 liegt in der deutlich höheren spektralen Effizienz. Während ein klassischer 8-MHz-Kabelkanal bei DVB-C mit 256-QAM rund 50 bis 51 MBit/s übertragen kann, sind mit DVB-C2 je nach Konfiguration mehr als 80 MBit/s pro Kanal möglich.

Dies entspricht einer Kapazitätssteigerung von rund 60 Prozent. In einem vollständig ausgebauten Kabelnetz mit einem Frequenzbereich bis 862 MHz beziehungsweise darüber hinaus könnten dadurch Gesamtdatenraten von deutlich über 8 GBit/s erreicht werden.

Einsatzmöglichkeiten

DVB-C2 wurde vor allem für zukünftige Fernsehanwendungen entwickelt. Dazu gehören unter anderem:

  • Ultra-HD-Fernsehen (4K)
  • 8K-Fernsehen
  • HDR (High Dynamic Range)
  • HFR (High Frame Rate)
  • HEVC- und zukünftige Videocodecs
  • interaktive Fernsehdienste
  • hybride Broadcast-/Breitbanddienste
  • hochauflösende Mehrkanal-Audiostandards

Warum setzte sich DVB-C2 nicht durch?

Obwohl DVB-C2 technisch dem bisherigen DVB-C deutlich überlegen ist, blieb eine breite Einführung bis heute aus. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Zum Zeitpunkt der Standardisierung verfügten die meisten Kabelnetzbetreiber bereits über leistungsfähige DVB-C-Netze. Gleichzeitig konnten HDTV und später auch Ultra-HD-Fernsehen problemlos über das bestehende DVB-C-System übertragen werden – insbesondere durch den Einsatz moderner Videokompressionsverfahren wie MPEG-4 AVC und später HEVC (H.265).

Für die Netzbetreiber hätte die Einführung von DVB-C2 den Austausch zahlreicher Komponenten in den Kopfstationen sowie den Ersatz von Millionen Empfangsgeräten bei den Kunden bedeutet. Die Investitionskosten standen in keinem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen.

Parallel dazu verlagerte sich der Schwerpunkt vieler Kabelnetzbetreiber zunehmend auf schnelle Internetanschlüsse über DOCSIS 3.1 und Glasfaser. Die zusätzliche Bandbreite wurde daher eher für Breitbanddienste als für neue Fernsehstandards genutzt. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

DVB-C2 heute

Bis heute existieren lediglich einzelne Testinstallationen und Demonstrationssysteme. Ein flächendeckender Regelbetrieb konnte sich weltweit nicht etablieren. Stattdessen setzen praktisch alle Kabelnetzbetreiber weiterhin auf DVB-C in Verbindung mit modernen Videocodecs wie HEVC, wodurch auch UHD-Programme ohne Einführung eines neuen Übertragungsstandards möglich sind.

Auch aktuelle Fernsehgeräte verfügen in der Regel ausschließlich über DVB-C-, DVB-T2- und DVB-S2-Tuner. Ein integrierter DVB-C2-Empfänger ist nur äußerst selten anzutreffen.

Trotz der geringen Verbreitung gilt DVB-C2 nach wie vor als einer der technisch leistungsfähigsten Standards für die digitale Kabelübertragung und zeigt, welches Entwicklungspotenzial in klassischen Breitbandkabelnetzen steckt.

Technische Daten im Überblick

Merkmal DVB-C2
Standard ETSI EN 302 769
Veröffentlichung 2010
Übertragungsverfahren OFDM (Mehrträgerverfahren)
Modulation bis 4096-QAM
Fehlerkorrektur LDPC + BCH
Maximale Datenrate über 80 MBit/s pro 8-MHz-Kanal
Kompatibilität nicht kompatibel zu DVB-C
Praxis keine flächendeckende Einführung
Einsatzgebiet digitale Kabelnetze

 

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13.08.2026 SATzentrale ©
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