| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 05:47 | ↓ 20:34 |
| ☿ Merkur | 52,5°🟢 | 221,6° |
| ♀ Venus | 29,0°🟢 | 143,8° |
| ♂ Mars | 35,1°🟢 | 264,9° |
| ♃ Jupiter | 52,8°🟢 | 216,3° |
| ♄ Saturn | -25,3°⚫ | 314,7° |
| ♅ Uranus | 15,7°🟢 | 284,3° |
| ♆ Neptun | -32,2°⚫ | 323,8° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Fair | Fair |
| 12m – 10m | Poor | Poor |
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DVB-C2
DVB-C2 (Digital Video Broadcasting – Cable, Second Generation) ist die zweite Generation des digitalen Kabelübertragungsstandards DVB-C. Der Standard wurde von der europäischen Normungsorganisation ETSI (European Telecommunications Standards Institute) entwickelt und im Jahr 2010 unter der Bezeichnung EN 302 769 veröffentlicht. Ziel war es, die Übertragungskapazität moderner Kabelnetze deutlich zu erhöhen und sie für zukünftige Anwendungen wie Ultra HD (4K), 8K, hochauflösende Videodienste sowie schnellere Datendienste fit zu machen. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
DVB-C2 ist der direkte Nachfolger von DVB-C, welches bereits Mitte der 1990er Jahre eingeführt wurde und bis heute weltweit in zahlreichen Kabelnetzen eingesetzt wird. Während DVB-C hauptsächlich für die Übertragung von SD- und HDTV entwickelt wurde, berücksichtigt DVB-C2 die deutlich gestiegenen Anforderungen moderner Fernsehtechnik und digitaler Dienste.
Im Gegensatz zu DVB-C ist DVB-C2 nicht abwärtskompatibel. Das bedeutet, dass herkömmliche DVB-C-Receiver oder Fernseher DVB-C2-Signale nicht empfangen können. Für den Empfang wären spezielle DVB-C2-kompatible Empfangsgeräte erforderlich. Diese fehlende Kompatibilität war einer der Hauptgründe dafür, dass sich der Standard am Markt kaum durchsetzen konnte.
Technische Weiterentwicklungen
Im Vergleich zum ursprünglichen DVB-C verwendet DVB-C2 wesentlich modernere Übertragungsverfahren. Während DVB-C ausschließlich auf Einträger-Modulation setzt, nutzt DVB-C2 ein OFDM-basiertes Mehrträgerverfahren (Orthogonal Frequency Division Multiplexing), das bereits von DVB-T und DVB-T2 bekannt ist. Dadurch kann die verfügbare Bandbreite deutlich effizienter genutzt werden.
Als Modulationsverfahren unterstützt DVB-C2 verschiedene QAM-Stufen bis hin zu 4096-QAM. Zum Vergleich: DVB-C arbeitet in der Praxis meist mit maximal 256-QAM. Durch die höhere Modulationsdichte können erheblich mehr Daten innerhalb derselben Bandbreite übertragen werden.
Zusätzlich kommen moderne Fehlerkorrekturverfahren zum Einsatz. DVB-C2 nutzt eine Kombination aus:
Höhere Datenraten
Der größte Vorteil von DVB-C2 liegt in der deutlich höheren spektralen Effizienz. Während ein klassischer 8-MHz-Kabelkanal bei DVB-C mit 256-QAM rund 50 bis 51 MBit/s übertragen kann, sind mit DVB-C2 je nach Konfiguration mehr als 80 MBit/s pro Kanal möglich.
Dies entspricht einer Kapazitätssteigerung von rund 60 Prozent. In einem vollständig ausgebauten Kabelnetz mit einem Frequenzbereich bis 862 MHz beziehungsweise darüber hinaus könnten dadurch Gesamtdatenraten von deutlich über 8 GBit/s erreicht werden.
Einsatzmöglichkeiten
DVB-C2 wurde vor allem für zukünftige Fernsehanwendungen entwickelt. Dazu gehören unter anderem:
Warum setzte sich DVB-C2 nicht durch?
Obwohl DVB-C2 technisch dem bisherigen DVB-C deutlich überlegen ist, blieb eine breite Einführung bis heute aus. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Zum Zeitpunkt der Standardisierung verfügten die meisten Kabelnetzbetreiber bereits über leistungsfähige DVB-C-Netze. Gleichzeitig konnten HDTV und später auch Ultra-HD-Fernsehen problemlos über das bestehende DVB-C-System übertragen werden – insbesondere durch den Einsatz moderner Videokompressionsverfahren wie MPEG-4 AVC und später HEVC (H.265).
Für die Netzbetreiber hätte die Einführung von DVB-C2 den Austausch zahlreicher Komponenten in den Kopfstationen sowie den Ersatz von Millionen Empfangsgeräten bei den Kunden bedeutet. Die Investitionskosten standen in keinem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen.
Parallel dazu verlagerte sich der Schwerpunkt vieler Kabelnetzbetreiber zunehmend auf schnelle Internetanschlüsse über DOCSIS 3.1 und Glasfaser. Die zusätzliche Bandbreite wurde daher eher für Breitbanddienste als für neue Fernsehstandards genutzt. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
DVB-C2 heute
Bis heute existieren lediglich einzelne Testinstallationen und Demonstrationssysteme. Ein flächendeckender Regelbetrieb konnte sich weltweit nicht etablieren. Stattdessen setzen praktisch alle Kabelnetzbetreiber weiterhin auf DVB-C in Verbindung mit modernen Videocodecs wie HEVC, wodurch auch UHD-Programme ohne Einführung eines neuen Übertragungsstandards möglich sind.
Auch aktuelle Fernsehgeräte verfügen in der Regel ausschließlich über DVB-C-, DVB-T2- und DVB-S2-Tuner. Ein integrierter DVB-C2-Empfänger ist nur äußerst selten anzutreffen.
Trotz der geringen Verbreitung gilt DVB-C2 nach wie vor als einer der technisch leistungsfähigsten Standards für die digitale Kabelübertragung und zeigt, welches Entwicklungspotenzial in klassischen Breitbandkabelnetzen steckt.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | DVB-C2 |
| Standard | ETSI EN 302 769 |
| Veröffentlichung | 2010 |
| Übertragungsverfahren | OFDM (Mehrträgerverfahren) |
| Modulation | bis 4096-QAM |
| Fehlerkorrektur | LDPC + BCH |
| Maximale Datenrate | über 80 MBit/s pro 8-MHz-Kanal |
| Kompatibilität | nicht kompatibel zu DVB-C |
| Praxis | keine flächendeckende Einführung |
| Einsatzgebiet | digitale Kabelnetze |
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