| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 05:26 | ↓ 20:58 |
| ☿ Merkur | 53,6°🟢 | 218,5° |
| ♀ Venus | 31,3°🟢 | 130,8° |
| ♂ Mars | 41,9°🟢 | 254,5° |
| ♃ Jupiter | 57,8°🟢 | 186,3° |
| ♄ Saturn | -13,8°⚫ | 294,7° |
| ♅ Uranus | 28,9°🟢 | 268,1° |
| ♆ Neptun | -22,0°⚫ | 301,8° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Good | Good |
| 12m – 10m | Fair | Poor |
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Mittlerweile gibt es unzählige Tipps, Anleitungen und Ratschläge in Fachzeitschriften und diversen Foren zum Aufbau einer Drehanlage. Warum nun gerade hier auch noch?
Ich habe mittlerweile selber sehr viele unterschiedliche Drehanlagen aufgebaut und immer wieder festgestellt, dass die beiliegenden Bedienungsanleitungen kaum verständlich oder trotz genauer Ausführung nie das Ergebnis zufriedenstellend war.
Hier nun mein persönlicher Tipp zum Aufbau einer DiSEqC 1.2 Drehanlage - speziell für den Motor SG-2100 (Moteck / Jäger).
Ich gehe dabei von einer Mastmontage aus, welche auch korrekt mittels einer Wasserwaage installiert sein sollte. Der Drehbereich soll zwischen 75° Ost und 43° West liegen.
Wir fangen mit dem Motor an. Diesen befestigen wir am Antennenmast. Die Position am Motor muss auf 0° eingestellt werden. Diese Gradeinstellung ist auf der Motoroberseite um den Motorzapfen herum eingestanzt.
Bei der Auslieferung ist meist ein anderer Wert eingestellt. Befestigen Sie den Motor am Antennenmast so, dass dieser in etwa auf 0° Ost (Blickrichtung Süden) zeigt.
Achtung: Die Schrauben sowie das Metall des Motors können sich bei zu starkem Festdrehen der Muttern leicht verbiegen. Dies sollte auf alle Fälle umgangen werden, da sonst der Motor später die Satellitenbahn nicht korrekt abfährt.
Schrauben Sie nun die Antenne an den Motorzapfen an. Stellen Sie dabei sicher, dass die Schüssel genau in Flucht mit dem Mastrohr steht.
Leider sind an diesem Motor keine Markierungskennzeichen am Motorzapfen aufgedruckt bzw. eingestanzt. Damit Sie in etwa wissen, wie es aussehen soll, schauen Sie sich die beiden Bilder an.
Bei der Gibertiniantenne waren die Schrauben nach der Befestigung am Motor viel zu lang. Damit Sie später beim Drehen nicht im Weg sind, habe ich sie ca. 1 cm nach der Befestigungsmutter gekürzt.
Jetzt verbinden wir das LNB mit dem LNB-Ausgang des Motors mit einem vorbereiteten Stück Koax-Kabel. Beachten Sie, dass das Kabel zum Drehen der Anlage genügend Spielraum hat.
Den Receiver-Ausgang des Motors verbinden wir mit dem Sat-Receiver. Wenn der Receiver an das Stromnetz angeschlossen ist, sollte das System betriebsbereit und ein Steuern der Antenne möglich sein.
Am unteren Teil des Motors sollte nun auch eine grüne Lampe leuchten.
Nun kommen wir zur Ausrichtung der Antenne. Dazu benötigen wir einige Werte für unseren Wohnort:
1. empfangener Elevationswinkel (Latitudine / Latitude) des Motors = 51° Nord für Sörnewitz.
2. östliche Länge (Longitude) = 13,5°.
Beides können Sie hier erfahren: Direktlink
Diese Daten dienen uns nun als Grundlage für die Einstellung der Drehanlage.
Nun schalten wir den Receiver ein und drehen den Motor auf 6,07° Ost, soweit es die grobe Einstellung des Rotors erlaubt.
Was bedeutet 6,07° Ost? Wie komme ich auf diesen Wert?
Nun, da gibt es zwei Rechnungsbeispiele:
Wir gehen von der korrekten Rechnung aus.
Auch der Motor muss nun eine korrekte Elevation (Neigung) besitzen. Mit dem Breitengrad (Latitude) wird die Elevation des Motors bestimmt.
Auf der linken Seite der Motorhalterung ist eine Skala eingestanzt mit der Bezeichnung: "Latitude".
Stellen Sie die Neigung des Motors so ein, dass die Markierung auf 51° (Sörnewitz) zeigt.
Diese Motorelevation hat nichts mit der Elevation der Satantenne zu tun! Leider wird dies immer nicht beachtet.
Um den Satspiegel gemäß der örtlichen Lage einzustellen, muss nun die Elevation ermittelt werden.
Für Astra 19,2° Ost beträgt aufgrund meiner Wohnortlage der Elevationswinkel 31,26°.
In der Praxis hat sich jedoch erwiesen, dass dieser Wert bei der Einrichtung des SG-2100 nur als Richtwert dienen kann.
Meist lag der Elevationswinkel an der Antenne nach der korrekten Einstellung um ca. 4-6° höher als ausgewiesen.
Diese hängt wahrscheinlich daran, dass der Motorzapfen nach unten gerichtet ist, als wie z.B. bei Stabmotoren, und sich daher der Neigungswinkel verändert.
Ich empfehle Ihnen daher immer, auf den Antennenelevationswinkel ca. 5° (in unserem Fall also ca. 36°) dazu zu addieren.
Sollte Ihre Antenne keine Elevationseinheit besitzen (ältere oder fernöstliche Satantennen), erfolgt eine andere Berechnung des Einstellwertes.
33 (fester Wert) - Deklination (Deklinationswinkel) = einzustellender Antennenwert
Hier für meinen Wohnort: 33 - 7,41 = 25,59.
Wir stellen daher nun den Deklinationswinkel an der Antenne auf 25,59°.
Den Elevationswinkel sowie den Deklinationswinkel für Ihren Wohnort erfahren Sie auch in diesem Onlinerechner .
Sollte noch kein Empfang auf 6,07° Ost möglich sein, dann lösen wir leicht die Muttern der Befestigungsschelle des Motors am Antennenmast und beginnen durch Drehen der gesamten Anlage mit der Ost/West-Ausrichtung, bis wir den Satelliten Astra empfangen können.
Nicht vergessen: Nach der Positionierung alle Schrauben bzw. Muttern wieder fest anziehen!
Für das optimale Ausrichten des Satelliten dient am besten auch ein eingestelltes Programm auf einen Analogreceiver (der Empfang ist optimal, wenn keine Fische die Bildqualität trüben).
Wer nur mit einem Digitalreceiver arbeitet, sollte Programme mit einer höheren Symbolrate (z.B. 27500) zur Einrichtung nutzen.
Wir speichern nun unsere erste Satposition ab. Allerdings erst mal vorläufig. Wie dies geht, entnehmen wir dem Handbuch des Receivers.
Satelliten, die in unmittelbarer Nähe unserer abgespeicherten Position liegen, werden mit nahezu 100%er Sicherheit auch zu empfangen sein.
Aber wie es mit den äußeren Positionen sein wird, hängt davon ab, wie genau wir die Ausrichtung vorgenommen haben.
Deshalb wird es jetzt besonders spannend, wenn wir den Motor auf die westlichste bzw. östlichste Satposition fahren, die wir empfangen wollen.
Die Einstellung erfolgt nun über die Fernbedienung des Receivers. Die Signalqualität überprüfen wir, wie oben beschrieben.
Dabei empfehle ich die Schritt-für-Schritt-Methode. Das bedeutet: Schritt für Schritt die Satellitenbahn abfahren und die Anlage einrichten.
Am besten mit 28° Ost und 1° West anfangen, dann 36° Ost und 15° West, 42° Ost und 21° West sowie 64° Ost und 30° West.
Dabei sind diese Ergebnisse möglich:
Der Empfang ist optimal, da unsere Einstellungen sehr sorgfältig waren. Wir können uns daran machen, alle restlichen Positionen ebenfalls abzuspeichern.
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung durch sanftes Aufwärtsbewegen der Antenne für den östlichen Satelliten und sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den westlichen Satelliten.
Abhilfe:
Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor samt Antenne gegen den Uhrzeigersinn (links nach Osten) gedreht wird.
Danach muss die Astra-Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die östlichste und westlichste Position.
Durch erneutes Auf- und Abwärtsbeugen kontrollieren wir, ob eine weitere Signalverbesserung erfolgt.
Je nach Ergebnis wiederholen wir den obigen Vorgang, bis der Empfang für alle 3 Positionen optimal ist.
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten Satelliten und sanftes Aufwärtsbeugen für den westlichsten Satelliten.
Abhilfe:
Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor samt Antenne ein wenig im Uhrzeigersinn (rechts nach Westen) gedreht wird.
Danach muss die Astra-Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die östlichste und westliche Position.
Durch erneutes Auf-/Abwärtsbeugen kontrollieren wir, ob eine weitere Signalverbesserung erfolgt.
Je nach Ergebnis wiederholen wir den obigen Vorgang, bis der Empfang für alle 3 Positionen optimal ist.
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung durch sanftes Aufwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen Satelliten.
Abhilfe:
Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den Elevationswinkel am Motor vergrößern (nach oben) und am Satspiegel verkleinern (nach unten), bis für alle 3 Positionen der Empfang optimal ist.
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen Satelliten.
Abhilfe:
Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den Elevationswinkel am Motor verkleinern (nach unten) und am Satspiegel ein wenig vergrößern (nach oben), bis für alle 3 Positionen der Empfang optimal ist.
Jetzt sind die östlichste, die westlichste und Astra als relativ zentrale Satposition erfasst, und wir können endlich bequem vom Zimmer aus alle anderen Satelliten dazwischen ansteuern, abspeichern und mit dem Programmsuchlauf beginnen.
Am schnellsten geht jedoch das Einspielen der fertigen Drehanlagensettings.
Prüfen Sie, ob der Receiver eingeschaltet ist und die LED des Motors leuchtet.
Drücken Sie die Taste innerhalb von einer Sekunde zweimal, um den Motor nach Osten zu drehen.
Die Drehgeschwindigkeit hängt von der Ausgangsspannung des Receivers ab.
Damit Sie das nicht alles ausdrucken und aufschreiben müssen, habe ich Ihnen einen kleinen Notizzettel mit allen wichtigen Aufbaudetails zusammengestellt: >> NOTIZZETTEL <<
Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim "neuen" Fernsehgenuss und verlieren Sie nicht den Mut, wenn es am Anfang nicht sofort funktioniert.