| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 06:03 | ↓ 20:13 |
| ☿ Merkur | -23,0°⚫ | 344,9° |
| ♀ Venus | -25,6°⚫ | 290,0° |
| ♂ Mars | -8,1°⚫ | 33,5° |
| ♃ Jupiter | -20,6°⚫ | 0,9° |
| ♄ Saturn | 21,7°🟢 | 113,6° |
| ♅ Uranus | 5,7°🟢 | 63,0° |
| ♆ Neptun | 24,7°🟢 | 124,3° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Good | Good |
| 12m – 10m | Fair | Poor |
Kurzwellenempfänger

Mit diesem Programm können Sie die
Kurzwelle empfangen. Einfach die gewünschte Empfangsfrequenz
einschreiben z.B. 6070.
Dies ist eine experimentelle Version des WebSDR-Empfängers der Universität Twente für Smartphones und Tablets.
Es sollte mit Safari auf iOS-Geräten funktionieren sowie mit Firefox oder Chrome auf Android-Geräten und Edge auf Geräten ab Windows 10.
Das Tuning unterscheidet sich vom normalen WebSDR.
Copyright by Universität Twente
Kurzwelle – Die Geschichte des weltweiten Radios
Die Kurzwelle gehört zu den ältesten und faszinierendsten Bereichen des Rundfunks. Über Jahrzehnte war sie die wichtigste Möglichkeit, Radioprogramme über große Entfernungen zu übertragen. Mit relativ einfachen Empfangsgeräten konnten Menschen Programme aus anderen Ländern und Kontinenten hören.
Anders als UKW oder Mittelwelle nutzt die Kurzwelle die besonderen Eigenschaften der Ionosphäre. Die ausgesendeten Funkwellen werden an dieser Schicht der Erdatmosphäre reflektiert und können dadurch Entfernungen von mehreren tausend Kilometern überwinden.
Diese Eigenschaft machte die Kurzwelle besonders interessant für internationale Radioprogramme, Nachrichtenübertragung, Forschung und militärische Kommunikation.
Die Entstehung der Kurzwelle
Zu Beginn der Funktechnik spielte vor allem die Langwelle eine wichtige Rolle. Mit zunehmender Nutzung stellte man jedoch fest, dass auch höhere Frequenzen über große Entfernungen genutzt werden konnten.
In den 1920er Jahren begann der gezielte Einsatz der Kurzwelle. Funkamateure entdeckten, dass mit relativ geringer Sendeleistung weltweite Verbindungen möglich waren. Diese Erkenntnisse führten dazu, dass auch Rundfunkanstalten die Kurzwelle für internationale Sendungen nutzten.
Chronik der Kurzwelle
1920er Jahre:
Die ersten erfolgreichen weltweiten Funkverbindungen über Kurzwelle entstehen.
Amateurfunker und technische Einrichtungen sammeln wichtige Erfahrungen mit den
neuen Frequenzbereichen.
1930er Jahre:
Immer mehr Rundfunkanstalten entdecken die Kurzwelle. Internationale Sender
beginnen mit regelmäßigen Programmen für Hörer im Ausland.
1932:
Die BBC startet ihren Auslandsdienst und wird später zu einem der bekanntesten
Kurzwellenanbieter weltweit.
1930er bis 1940er Jahre:
Während des Zweiten Weltkriegs wird die Kurzwelle zu einem wichtigen Mittel der
Informationsverbreitung und Propaganda. Viele Länder betreiben eigene
Auslandssender.
Nach 1945:
Während des Kalten Krieges erreicht die Kurzwelle ihre größte Bedeutung.
Ost und West nutzen internationale Radiosender, um Menschen weltweit mit
Nachrichten und politischen Informationen zu erreichen.
Bekannte Sender wie Radio Moskau, Voice of America, Deutsche Welle, Radio Canada International oder Radio Peking senden ihre Programme über große Entfernungen.
1970er bis 1990er Jahre:
Die Kurzwelle erlebt ihre Blütezeit. Millionen Menschen weltweit besitzen
Kurzwellenempfänger. Viele Radios verfügen über spezielle Bereiche für
internationale Sender.
Auch Reisende, Seeleute, Expeditionen und Menschen in abgelegenen Regionen nutzen die Kurzwelle als wichtige Informationsquelle.
Ab etwa 2000:
Das Internet verändert die Medienlandschaft grundlegend. Viele internationale
Radiostationen reduzieren ihre Kurzwellenprogramme oder stellen sie vollständig
ein.
Digitale Angebote über Webseiten, Podcasts, Satellit, DAB+ und Streaming werden zu den neuen Verbreitungswegen.
Warum verlor die Kurzwelle an Bedeutung?
Die Kurzwelle hatte gegenüber modernen Übertragungswegen einige Nachteile:
- schwankende Empfangsqualität durch Wetter, Tageszeit und Sonnenaktivität
- Störungen durch andere Sender
- aufwendige Sendeanlagen und hohe Betriebskosten
- begrenzte Klangqualität bei analoger Übertragung
Ein weiterer Grund war die zunehmende Verfügbarkeit von Internet und Satelliten- Kommunikation. Internationale Programme konnten dadurch einfacher und kostengünstiger verbreitet werden.
Das Ende des klassischen Kurzwellenrundfunks
Das Ende der Kurzwelle kam nicht plötzlich, sondern erfolgte schrittweise. Viele bekannte internationale Sender reduzierten ihre Sendezeiten oder stellten den Betrieb vollständig ein.
Auch in Deutschland wurden viele große Kurzwellenanlagen geschlossen. Die Deutsche Welle beendete beispielsweise den Großteil ihrer deutschsprachigen Kurzwellenangebote und verlagerte die Verbreitung auf Internet, Satellit und digitale Plattformen.
Die großen Zeiten der Kurzwelle als Massenmedium waren damit vorbei.
Kurzwelle heute
Auch wenn die Kurzwelle nicht mehr die Bedeutung vergangener Jahrzehnte besitzt, ist sie keineswegs verschwunden.
Heute wird sie weiterhin genutzt für:
- internationale Radiosendungen in bestimmten Regionen
- Amateurfunk und weltweite Funkverbindungen
- Not- und Katastrophenkommunikation
- maritime Kommunikation
- spezielle Informationsdienste
- digitale Übertragungen mit DRM (Digital Radio Mondiale)
Besonders Funkamateure schätzen die Kurzwelle weiterhin, da weltweite Kontakte mit vergleichsweise einfacher Technik möglich sind.
Digitale Zukunft der Kurzwelle
Mit DRM existiert ein digitaler Nachfolger für die klassische analoge Kurzwellenübertragung. Die Technik ermöglicht bessere Klangqualität, zusätzliche Informationen und eine effizientere Nutzung der Frequenzen.
Die große Verbreitung von DRM blieb jedoch bisher aus. Gründe dafür sind vor allem fehlende Empfangsgeräte und die starke Konkurrenz durch Internet und Streaming.
Fazit
Die Kurzwelle war über fast ein Jahrhundert die wichtigste Technologie für weltweite Radiokommunikation. Sie verband Menschen über Kontinente hinweg und spielte eine bedeutende Rolle in Politik, Geschichte und Technik.
Heute ist die Kurzwelle kein Massenmedium mehr, aber sie bleibt ein wichtiger Teil der Funkgeschichte und wird weiterhin von Enthusiasten, Funkdiensten und speziellen Anwendungen genutzt.
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