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SATzentrale
25 Jahre Satelliten-, DX- & Medienportal

🛰ISS Daten

439 km
🌍 Atlantischer Ozean
🚀 27.529 km/h
🕒 23:00 UTC

🚀Raketenstart

LIVE
Launch Failure
Long March 7A | ChinaSat 4B
📍 Wenchang Space Launch Site, People's Republic of China
🗓 10.08.2026 14:02

🌌 Himmelskörper

Objekt Höhe Azimut
☀ Sonne ↑ 05:43 ↓ 20:39
☿ Merkur -16,7°⚫ 342,7°
♀ Venus -9,7°⚫ 278,9°
♂ Mars -13,1°⚫ 16,0°
♃ Jupiter -16,5°⚫ 335,2°
♄ Saturn 4,2°🟢 89,6°
♅ Uranus -7,9°⚫ 40,3°
♆ Neptun 8,1°🟢 99,4°

📻Funkwetter

Band Day Night
80m – 40m Good Good
30m – 20m Good Good
17m – 15m Fair Fair
12m – 10m Poor Poor

📡 SAT News

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SATzentrale - Installation WaveFrontier

Installation einer Toroidal 90 Multi-Beam Satellitenantenne (WaveFrontier T90)


Multiefeedantenne

Vorwort

Wer sich mit einer klassischen Multifeedempfangsanlage unterfordert fühlt und mehr Satelliten empfangen möchte, der kann sich zwischen einer Drehanlage oder einer WaveFrontier Antenne entscheiden.

Die teilweise lauten Geräusche eines Drehanlagen-Motors sowie die Wartezeit, die während des Anfahrens einer Satellitenposition vergeht, bringen viele Anwender dazu, sich für eine WaveFrontier Antenne zu entscheiden.

Diese Hightech-Antenne arbeitet nach dem Prinzip des Toroidals. Das bedeutet, dass die Satellitensignale nicht wie bei einer klassischen Multifeedantenne gebündelt werden. Durch den zusätzlichen Reflektor entstehen sogenannte "Brennlinien", auf denen mehrere LNBs angeordnet werden können.

Vorteil der WaveFrontier:
Der Empfang mehrerer Satellitenpositionen ist ohne mechanische Bewegung der Antenne möglich.

Auswahl des Installationsortes

Bei der Auswahl des Montageortes müssen einige wichtige Punkte berücksichtigt werden.

Freie Sicht Richtung Süden Keine Hindernisse im Empfangsbereich der Satelliten Stabile Mast- oder Wandhalterung Ausreichender Abstand zur Wand für die spätere Ausrichtung

Eine freie Sicht nach Süden garantiert auch eine freie Sicht auf die gewünschten Satelliten. Für den Empfang verschiedener Positionen dürfen im südlichen Bereich etwa 30° nach oben keine Hindernisse vorhanden sein.

Empfangsbereich WaveFrontier
Empfangsbereich und notwendige freie Sicht

Auch seitlich muss ausreichend Platz vorhanden sein, da die empfangbaren Satelliten nicht an einer einzigen Position stehen.

Montage und Werkzeug

Bauen Sie die Anlage zunächst auf einer ebenen Fläche zusammen.

Für den Aufbau benötigen Sie:

Kreuzschlitzschraubendreher Gabelschlüssel 10 mm Gabelschlüssel 11 mm Gabelschlüssel 12 mm Gabelschlüssel 13 mm

Bei einer Dachmontage muss das Gewicht und die Windlast der Antenne unbedingt beachtet werden. Eine Montage an einer stabilen Wand oder einem geeigneten Standmast ist häufig die bessere Lösung.

Auch der Blitzschutz sollte berücksichtigt werden. Ein guter Empfang kann oft auch erreicht werden, wenn die Antenne tiefer am Gebäude montiert wird.

Wandhalterung und Befestigung

Unabhängig vom Montageort muss eine stabile Halterung verwendet werden. Besonders wichtig sind hochwertige Befestigungsmaterialien.

Geeignete Dübel verwenden Edelstahlschrauben bevorzugen Auf einen absolut senkrechten Mast achten Schwenkbereich der Antenne freihalten

Der Abstand zur Wand muss ausreichend sein, damit die WaveFrontier später korrekt ausgerichtet werden kann.

Koaxialkabel und Verkabelung

Jedes LNB benötigt ein eigenes Koaxialkabel. Je mehr Satelliten empfangen werden sollen, desto mehr Leitungen müssen verlegt werden.

Beim Koaxialkabel kommt es besonders auf die Dämpfungseigenschaften an. Hochwertige Satellitenkabel bieten hier deutliche Vorteile.

Keine scharfen Knicke im Kabel Kabel nicht in Ecken quetschen Hochwertige 75-Ohm-Satellitenkabel verwenden
WaveFrontier Toroidal 90
WaveFrontier Toroidal 90 Multi-Beam Antenne

Auswahl der Satellitenpositionen

Nachdem die Antenne aufgebaut und am gewünschten Standort montiert wurde, muss zunächst festgelegt werden, welche Satelliten empfangen werden sollen. Auch bei einer WaveFrontier Toroidal 90 ist der Empfangsbereich begrenzt.

Laut Hersteller können auf einer T90 maximal etwa 12 bis 15 LNBs montiert werden. Der minimale Abstand zwischen zwei Satellitenpositionen liegt je nach verwendeten LNBs ungefähr bei 3,5° bis 4°.

Beispiel:
Die Testanlage soll Satelliten zwischen 42° Ost und 22° West empfangen. In diesem Bereich befinden sich zahlreiche Satellitenpositionen. Aufgrund der begrenzten Anzahl an LNB-Halterungen muss eine Auswahl getroffen werden.

Berechnung der Einstellwerte

Zur korrekten Einrichtung werden zunächst die benötigten Werte für den eigenen Standort berechnet.

Benötigt werden:

Östlichste gewünschte Satellitenposition Westlichste gewünschte Satellitenposition Eigener Standort

Ein Berechnungstool liefert anschließend die notwendigen Werte für:

Azimutwinkel Elevationswinkel LNB-Position auf der Führungsschiene Schräglage (Tilt / Skew)

Der Onlinerechner entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Triaxman

[ Berechnung der Werte zur Einstellung einer Toroidal Antenne ]

Die errechneten Werte sollten unbedingt ausgedruckt werden, da sie während der Montage mehrfach benötigt werden.

Grundaufbau der LNB-Halterungen

Für die Grundeinstellung der Antenne wird zunächst ein LNB genau in der Mitte der Führungsschiene montiert. Zusätzlich wird jeweils ein LNB an den äußeren Positionen der Schiene befestigt.

LNB Positionen auf der WaveFrontier Führungsschiene
Grundpositionierung der LNBs auf der Führungsschiene

Die mitgelieferte Aufbauanleitung enthält verschiedene Papierschablonen. Eine davon besitzt eine Skala mit Werten von -20 bis +20.

Diese Werte entsprechen der Position des LNBs auf der Brennlinie der Führungsschiene.

Beispiel der LNB-Einstellungen

Für den Standort Sörnewitz wurden folgende Werte berechnet:

Astra 28° Ost: Führungsschienenwert L -19,7 Eutelsat 10° Ost: Führungsschienenwert 0,0 Atlantic Bird 8° West: Führungsschienenwert R 19,3

Das LNB für den Satelliten Atlantic Bird auf 8° West wird deshalb auf der rechten Seite der Führungsschiene mit dem Wert 19,3 eingestellt.

Das LNB muss dabei nicht nur verschoben, sondern entsprechend der Skala ausgerichtet werden. Der Grund dafür liegt in der besonderen Funktionsweise der Toroidal-Antenne.

LNB Einstellung WaveFrontier
Einstellung der LNB-Position auf der Brennlinie

Das gleiche Verfahren wird für das linke LNB durchgeführt. Dieses wird auf den entsprechenden negativen Wert eingestellt.

Das zentrale LNB bleibt exakt in der Mitte der Führungsschiene und wird mit 0° eingestellt.

Einstellung der Antennenelevation

Als nächster Schritt wird der Elevationswinkel der Antenne eingestellt. Dieser richtet sich nach dem mittleren Referenz-LNB.

Im Beispiel wird hierfür der Satellit Eutelsat 10° Ost verwendet. Der errechnete Elevationswinkel beträgt 31,5°.

Elevationseinstellung WaveFrontier
Einstellung des Elevationswinkels
Wichtig:
Die folgenden Einstellarbeiten können nur erfolgreich durchgeführt werden, wenn Mast oder Wandhalterung absolut senkrecht montiert wurden.

Einstellung der Schräglage (Tilt / Skew)

Nachdem die Elevation eingestellt wurde, folgt die Einstellung der Schräglage der gesamten WaveFrontier Antenne.

Die Schräglage bewirkt eine kleine Drehung der LNBs um die eigene Achse. Dieser Wert wird auch als Tilt oder Skew bezeichnet.

Für den Beispielstandort Sörnewitz beträgt der errechnete WaveFrontier Tilt-Winkel:

Tilt / Skew Winkel: 87,69°

Dieser Wert wird an der aufgeprägten Skala der Antenne eingestellt. Anschließend wird die Haltemutter kräftig angezogen.

Tilt Einstellung WaveFrontier
Einstellung der Schräglage (Tilt / Skew)

Feineinstellung der Antenne

Die Grundeinstellung der WaveFrontier ist nun fast abgeschlossen. Als letzter Schritt muss die gesamte Antenne so ausgerichtet werden, dass am mittleren LNB das bestmögliche Signal erreicht wird.

Schließen Sie hierzu den Receiver an das mittlere LNB an und wählen Sie einen Sender des Referenzsatelliten aus.

Im Beispiel wird der Satellit:

Eutelsat 10° Ost

verwendet.

Geben Sie die entsprechenden Transponderdaten in den Receiver ein und drehen Sie anschließend die komplette Antenne vorsichtig am Mast nach links oder rechts, bis ein maximales Signal erreicht wird.

Feinausrichtung WaveFrontier
Feinausrichtung der WaveFrontier am Mast

Nachdem die optimale Position gefunden wurde, werden die Befestigungsschrauben der Masthalterung endgültig festgezogen.

Optimierung der einzelnen LNBs

Nach der Grundeinstellung werden nun alle montierten LNBs einzeln optimiert.

Jedes LNB einzeln mit dem Receiver überprüfen LNB auf maximale Signalqualität einstellen Bei Bedarf LNB seitlich auf der Führungsschiene verschieben Die eingestellte Gradposition des LNBs nicht verändern

Besonders wichtig ist, dass die Gradeinstellung auf der Führungsschiene beibehalten wird. Nur die genaue Position innerhalb der Brennlinie sorgt für optimalen Empfang.

Erweiterung mit weiteren LNBs

Sind die drei Referenz-LNBs korrekt eingestellt, können weitere Satellitenpositionen ergänzt werden.

Für die zusätzlichen LNBs werden die Werte aus der zuvor berechneten Tabelle verwendet.

Hinweis:
Die angegebenen Elevationswerte der einzelnen Satelliten sind für die LNB-Führungsschiene nicht entscheidend. Wichtig ist ausschließlich der berechnete Positionierungswert.

Tipps für die Praxis

Für kurze LNB-Abstände eignen sich besonders Alps Raketenfeed-LNBs. Diese besitzen einen schmaleren Empfangskopf und ermöglichen engere Satellitenabstände. Bei vielen Satellitenpositionen empfiehlt sich eine saubere Kabelführung und Beschriftung der einzelnen Leitungen. Ein DiSEqC-Multischalter erleichtert die Umschaltung zwischen mehreren Satellitenpositionen.

In der Fotogalerie finden sich zahlreiche Beispiele für WaveFrontier-Anlagen sowie unterschiedliche Möglichkeiten der Kabelbündelung.

Mögliche Fehlerquellen

Ungleichmäßig angezogene Schrauben an der Mastbefestigung Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse im Empfangsbereich Verbogene Gewindestangen oder Elevationshalterungen durch zu starkes Anziehen der Schrauben Nicht senkrechter Mast oder Wandhalterung Falsch montierte LNBs oder falsche Führungsschienenwerte Schlechte Wetterbedingungen wie Regen oder starke Wolkenbildung Ungeduld bei der Feinjustierung

Eine WaveFrontier Antenne benötigt eine sorgfältige Einstellung. Kleine Abweichungen können bei mehreren Satellitenpositionen bereits deutliche Auswirkungen auf die Signalqualität haben.

Abschließender Tipp:
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Feinjustierung. Eine sauber eingestellte Toroidal-Antenne ermöglicht anschließend einen komfortablen Empfang vieler Satelliten ohne mechanische Drehbewegung.

Besonderer Dank geht an Chris für seinen Onlinerechner.

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10.08.2026 SATzentrale ©
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