| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 05:43 | ↓ 20:39 |
| ☿ Merkur | -16,7°⚫ | 342,7° |
| ♀ Venus | -9,7°⚫ | 278,9° |
| ♂ Mars | -13,1°⚫ | 16,0° |
| ♃ Jupiter | -16,5°⚫ | 335,2° |
| ♄ Saturn | 4,2°🟢 | 89,6° |
| ♅ Uranus | -7,9°⚫ | 40,3° |
| ♆ Neptun | 8,1°🟢 | 99,4° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Good | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Fair | Fair |
| 12m – 10m | Poor | Poor |
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Wer sich mit einer klassischen Multifeedempfangsanlage unterfordert fühlt und mehr Satelliten empfangen möchte, der kann sich zwischen einer Drehanlage oder einer WaveFrontier Antenne entscheiden.
Die teilweise lauten Geräusche eines Drehanlagen-Motors sowie die Wartezeit, die während des Anfahrens einer Satellitenposition vergeht, bringen viele Anwender dazu, sich für eine WaveFrontier Antenne zu entscheiden.
Diese Hightech-Antenne arbeitet nach dem Prinzip des Toroidals. Das bedeutet, dass die Satellitensignale nicht wie bei einer klassischen Multifeedantenne gebündelt werden. Durch den zusätzlichen Reflektor entstehen sogenannte "Brennlinien", auf denen mehrere LNBs angeordnet werden können.
Bei der Auswahl des Montageortes müssen einige wichtige Punkte berücksichtigt werden.
Eine freie Sicht nach Süden garantiert auch eine freie Sicht auf die gewünschten Satelliten. Für den Empfang verschiedener Positionen dürfen im südlichen Bereich etwa 30° nach oben keine Hindernisse vorhanden sein.
Auch seitlich muss ausreichend Platz vorhanden sein, da die empfangbaren Satelliten nicht an einer einzigen Position stehen.
Bauen Sie die Anlage zunächst auf einer ebenen Fläche zusammen.
Für den Aufbau benötigen Sie:
Bei einer Dachmontage muss das Gewicht und die Windlast der Antenne unbedingt beachtet werden. Eine Montage an einer stabilen Wand oder einem geeigneten Standmast ist häufig die bessere Lösung.
Auch der Blitzschutz sollte berücksichtigt werden. Ein guter Empfang kann oft auch erreicht werden, wenn die Antenne tiefer am Gebäude montiert wird.
Unabhängig vom Montageort muss eine stabile Halterung verwendet werden. Besonders wichtig sind hochwertige Befestigungsmaterialien.
Der Abstand zur Wand muss ausreichend sein, damit die WaveFrontier später korrekt ausgerichtet werden kann.
Jedes LNB benötigt ein eigenes Koaxialkabel. Je mehr Satelliten empfangen werden sollen, desto mehr Leitungen müssen verlegt werden.
Beim Koaxialkabel kommt es besonders auf die Dämpfungseigenschaften an. Hochwertige Satellitenkabel bieten hier deutliche Vorteile.
Nachdem die Antenne aufgebaut und am gewünschten Standort montiert wurde, muss zunächst festgelegt werden, welche Satelliten empfangen werden sollen. Auch bei einer WaveFrontier Toroidal 90 ist der Empfangsbereich begrenzt.
Laut Hersteller können auf einer T90 maximal etwa 12 bis 15 LNBs montiert werden. Der minimale Abstand zwischen zwei Satellitenpositionen liegt je nach verwendeten LNBs ungefähr bei 3,5° bis 4°.
Zur korrekten Einrichtung werden zunächst die benötigten Werte für den eigenen Standort berechnet.
Benötigt werden:
Ein Berechnungstool liefert anschließend die notwendigen Werte für:
Der Onlinerechner entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Triaxman
[ Berechnung der Werte zur Einstellung einer Toroidal Antenne ]
Die errechneten Werte sollten unbedingt ausgedruckt werden, da sie während der Montage mehrfach benötigt werden.
Für die Grundeinstellung der Antenne wird zunächst ein LNB genau in der Mitte der Führungsschiene montiert. Zusätzlich wird jeweils ein LNB an den äußeren Positionen der Schiene befestigt.
Die mitgelieferte Aufbauanleitung enthält verschiedene Papierschablonen. Eine davon besitzt eine Skala mit Werten von -20 bis +20.
Diese Werte entsprechen der Position des LNBs auf der Brennlinie der Führungsschiene.
Für den Standort Sörnewitz wurden folgende Werte berechnet:
Das LNB für den Satelliten Atlantic Bird auf 8° West wird deshalb auf der rechten Seite der Führungsschiene mit dem Wert 19,3 eingestellt.
Das LNB muss dabei nicht nur verschoben, sondern entsprechend der Skala ausgerichtet werden. Der Grund dafür liegt in der besonderen Funktionsweise der Toroidal-Antenne.
Das gleiche Verfahren wird für das linke LNB durchgeführt. Dieses wird auf den entsprechenden negativen Wert eingestellt.
Das zentrale LNB bleibt exakt in der Mitte der Führungsschiene und wird mit 0° eingestellt.
Als nächster Schritt wird der Elevationswinkel der Antenne eingestellt. Dieser richtet sich nach dem mittleren Referenz-LNB.
Im Beispiel wird hierfür der Satellit Eutelsat 10° Ost verwendet. Der errechnete Elevationswinkel beträgt 31,5°.
Nachdem die Elevation eingestellt wurde, folgt die Einstellung der Schräglage der gesamten WaveFrontier Antenne.
Die Schräglage bewirkt eine kleine Drehung der LNBs um die eigene Achse. Dieser Wert wird auch als Tilt oder Skew bezeichnet.
Für den Beispielstandort Sörnewitz beträgt der errechnete WaveFrontier Tilt-Winkel:
Dieser Wert wird an der aufgeprägten Skala der Antenne eingestellt. Anschließend wird die Haltemutter kräftig angezogen.
Die Grundeinstellung der WaveFrontier ist nun fast abgeschlossen. Als letzter Schritt muss die gesamte Antenne so ausgerichtet werden, dass am mittleren LNB das bestmögliche Signal erreicht wird.
Schließen Sie hierzu den Receiver an das mittlere LNB an und wählen Sie einen Sender des Referenzsatelliten aus.
Im Beispiel wird der Satellit:
verwendet.
Geben Sie die entsprechenden Transponderdaten in den Receiver ein und drehen Sie anschließend die komplette Antenne vorsichtig am Mast nach links oder rechts, bis ein maximales Signal erreicht wird.
Nachdem die optimale Position gefunden wurde, werden die Befestigungsschrauben der Masthalterung endgültig festgezogen.
Nach der Grundeinstellung werden nun alle montierten LNBs einzeln optimiert.
Besonders wichtig ist, dass die Gradeinstellung auf der Führungsschiene beibehalten wird. Nur die genaue Position innerhalb der Brennlinie sorgt für optimalen Empfang.
Sind die drei Referenz-LNBs korrekt eingestellt, können weitere Satellitenpositionen ergänzt werden.
Für die zusätzlichen LNBs werden die Werte aus der zuvor berechneten Tabelle verwendet.
In der Fotogalerie finden sich zahlreiche Beispiele für WaveFrontier-Anlagen sowie unterschiedliche Möglichkeiten der Kabelbündelung.
Eine WaveFrontier Antenne benötigt eine sorgfältige Einstellung. Kleine Abweichungen können bei mehreren Satellitenpositionen bereits deutliche Auswirkungen auf die Signalqualität haben.
Bildnachweis: Diese Website enthält, wenn nicht anders ausgewiesen, Material von Rico Bube-Förster, Dreamstime, 123RF, Fotolia, iStockphoto, Alamy und Logos der Einrichtungen/Behörden
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