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SATzentrale
25 Jahre Satelliten-, DX- & Medienportal

🛰ISS Daten

440 km
🌍 Atlantischer Ozean
🚀 27.524 km/h
🕒 23:44 UTC

🚀Raketenstart

T-2d 0h
Go for Launch
Falcon 9 Block 5 | USSF-366
📍 Vandenberg SFB, CA, USA
🗓 15.08.2026 23:52

🌌 Himmelskörper

Objekt Höhe Azimut
☀ Sonne ↑ 05:47 ↓ 20:34
☿ Merkur -17,4°⚫ 342,5°
♀ Venus -12,6°⚫ 280,3°
♂ Mars -12,5°⚫ 19,0°
♃ Jupiter -17,8°⚫ 339,7°
♄ Saturn 7,6°🟢 94,0°
♅ Uranus -5,5°⚫ 44,8°
♆ Neptun 11,4°🟢 103,9°

📻Funkwetter

Band Day Night
80m – 40m Fair Good
30m – 20m Good Good
17m – 15m Fair Fair
12m – 10m Poor Poor

📡 SAT News

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26°E Asharq Discovery 🔴 OFF
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26°E Thmanayh.1 🔴 OFF
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SATzentrale - Mittelwelle -

Mittelwelle


Mittelwelle – Die Geschichte eines einst bedeutenden Rundfunkbandes

Die Mittelwelle (MW) war über viele Jahrzehnte einer der wichtigsten Übertragungswege des Radios. Von den ersten Rundfunkversuchen in den 1920er Jahren bis zum Beginn des digitalen Zeitalters versorgten Mittelwellensender Millionen von Menschen mit Nachrichten, Musik und politischen Informationen.

Heute spielt die Mittelwelle im Alltag kaum noch eine Rolle. Viele Sender wurden abgeschaltet, zahlreiche große Sendeanlagen abgebaut und die früher bekannten Sendemasten sind aus vielen Landschaften verschwunden. Trotzdem bleibt die Mittelwelle ein wichtiger Teil der Rundfunkgeschichte.

Die Entstehung der Mittelwelle

Die ersten Versuche mit Funkübertragungen auf Mittelwellenfrequenzen begannen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach der Entwicklung leistungsfähiger Sender und Empfangsgeräte wurde die Mittelwelle schnell für die Verbreitung von Rundfunkprogrammen interessant.

Mit dem offiziellen Beginn des Rundfunks in Deutschland im Jahr 1923 startete auch die Nutzung der Mittelwelle für regelmäßige Radiosendungen. Damals gab es nur wenige Sender und die Empfangsgeräte waren technisch noch sehr einfach.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Mittelwelle zum wichtigsten Massenmedium. Radios standen in fast jedem Haushalt und waren für viele Menschen die wichtigste Informationsquelle.

Die Blütezeit der Mittelwelle

Besonders zwischen den 1930er und 1980er Jahren hatte die Mittelwelle eine enorme Bedeutung. Die großen Rundfunkanstalten betrieben leistungsstarke Sender, die weite Gebiete abdecken konnten.

Durch die besonderen Ausbreitungseigenschaften der Mittelwelle konnten Sender tagsüber große Regionen versorgen. Nachts wurden die Reichweiten durch die Reflexion an der Ionosphäre teilweise noch deutlich größer.

Bekannte Mittelwellensender in Deutschland waren unter anderem:

- Deutschlandfunk
- Sender des Bayerischen Rundfunks
- Hessischer Rundfunk
- Norddeutscher Rundfunk
- Westdeutscher Rundfunk
- verschiedene regionale Rundfunkanstalten

Auch internationale Sender nutzten die Mittelwelle, um Programme über große Entfernungen auszustrahlen.

Technische Entwicklung

Die klassische Mittelwellenübertragung erfolgte analog mit Amplitudenmodulation (AM). Diese Technik war einfach und robust, hatte jedoch auch Nachteile:

- begrenzte Klangqualität
- Rauschen und Knacken
- Störungen durch andere Sender
- anfälliger Empfang bei ungünstigen Bedingungen

Mit der Entwicklung von UKW in den 1950er Jahren begann der langsame Wandel. UKW bot eine deutlich bessere Klangqualität und wurde besonders für Musikprogramme immer wichtiger.

Später kamen weitere digitale Verbreitungswege wie Satellitenradio, DAB/DAB+ und Internetstreaming hinzu.

Der Niedergang der Mittelwelle

Ab den 1990er Jahren verlor die Mittelwelle zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Hörer wechselten zu UKW, später zu DAB+ und Internetradio.

Für die Rundfunkanstalten entstanden hohe Kosten durch den Betrieb großer Mittelwellensender. Die leistungsstarken Anlagen benötigten viel Energie und waren wartungsintensiv.

Zusätzlich wurde die Zahl der Hörer immer geringer, da moderne Empfangsgeräte Mittelwelle kaum noch unterstützten und viele Nutzer digitale Angebote bevorzugten.

Abschaltung der Mittelwellensender

In Deutschland begann ab den 2010er Jahren eine große Abschaltwelle. Viele öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten beendeten ihre Mittelwellenausstrahlungen und stellten auf digitale Verbreitungswege um.

Ein wichtiger Einschnitt war der Ausbau von DAB+ und die Verlagerung vieler Programme ins Internet. Damit wurde die Mittelwelle für den täglichen Hörfunkbetrieb zunehmend überflüssig.

Viele bekannte Frequenzen verschwanden endgültig aus den Radiogeräten. Deutschlandfunk, regionale Rundfunkanstalten und private Anbieter stellten ihre Mittelwellensender schrittweise außer Betrieb.

Abriss der großen Mittelwellensender

Nach der Abschaltung begann in vielen Regionen der Rückbau der ehemaligen Sendeanlagen. Besonders auffällig waren die großen Sendemasten, die über Jahrzehnte ganze Landschaften geprägt hatten.

Viele Mittelwellensender benötigten hohe selbststrahlende Sendemasten oder geerdete Stahlkonstruktionen. Einige Anlagen erreichten Höhen von mehreren hundert Metern.

Nach der Stilllegung wurden zahlreiche Masten aus Sicherheitsgründen und wegen der hohen Wartungskosten abgebaut. Teilweise erfolgte der Rückbau durch kontrollierte Sprengungen, teilweise durch Demontage mit Spezialkränen.

Bekannte Beispiele für abgebaute oder stillgelegte Anlagen sind:

- der Mittelwellensender Donebach des Deutschlandfunks
- der Sender Aholming des Bayerischen Rundfunks
- verschiedene regionale MW-Sendeanlagen der ARD

Der Abbau dieser Anlagen markierte sichtbar das Ende einer Ära. Viele Menschen verbanden die hohen Sendemasten mit der Zeit des klassischen Radios.

Die Mittelwelle heute

Heute sind Mittelwellensender in Deutschland nahezu vollständig verschwunden. Die früher flächendeckende Versorgung existiert nicht mehr.

Einige Mittelwellensender sind weltweit jedoch weiterhin aktiv. Genutzt wird die Technik unter anderem für:

- internationale Rundfunksendungen
- spezielle Informationsdienste
- Amateurfunk- und Forschungsprojekte
- Notfallkommunikation
- historische Rundfunkprojekte

Auch Oldtimer-Radios und historische Empfangsgeräte sorgen dafür, dass die Mittelwelle weiterhin eine kleine Fangemeinde besitzt.

Digitale Zukunft der Mittelwelle?

Mit DRM (Digital Radio Mondiale) existiert ein digitales Nachfolgesystem für Mittel-, Lang- und Kurzwelle. Es ermöglicht eine bessere Klangqualität und die Übertragung zusätzlicher Daten.

Eine breite Einführung von DRM konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Gründe waren vor allem fehlende Empfangsgeräte, die zunehmende Bedeutung des Internets und der Erfolg von DAB+.

Fazit

Die Mittelwelle war fast ein Jahrhundert lang ein wichtiger Bestandteil der Radiolandschaft. Sie brachte Nachrichten, Musik und Informationen in Millionen Haushalte und spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte des Rundfunks.

Heute ist die Mittelwelle weitgehend verschwunden. Die großen Sendemasten sind abgebaut, die Frequenzen werden kaum noch genutzt. Trotzdem bleibt sie ein wichtiger Teil der Technikgeschichte und erinnert an eine Zeit, in der ein einziger Sender ganze Länder verbinden konnte.


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13.08.2026 SATzentrale ©
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