... seit 17 Jahren    
SATzentrale_Logo
 Das Sat- und Medienportal
  16.07.2018 - 08:46 Uhr  
Bild Bild
header header  
Bild Bild Bild Bild Bild Bild facebook_logo Bild twitter_logo Bild  Website Übersetzung  
  Bild
Themen Bild

SATzentrale -Das Radio

Receiver

TV Sender

Radioempfang

   DAB

   ADR

   DRM

   Digitale Mittelwelle

Technik

Onlinerechner

Installationshilfen

Einsteigerkurs

Fotogalerie

Software

SAT-DX News

Testcenter

Fachhändler

SAT Comedy

Weblinks

Kontakt/Werbung



Bild
   
Statistik (08.02.2001) Bild

Bild

 

                                                        
Bild
Bild

 

.


SATzentrale - Digitale Mittelwelle -

Digitale Mittelwelle

 

 

Wer hört heute noch Radio über die Mittelwelle? Sehr viele, die auch im Ausland unterwegs sind und Ihre "Heimatprogramme" empfangen möchten. Dennoch verliert die Mittelwelle immer mehr ihren Glanz. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen senden viele Radiostationen gar nicht (mehr) über Mittelwelle und sind hauptsächlich über UKW zu empfangen. Zum anderen hat das bis jetzt verwendete analoge Übertragungsverfahren (Amplituden-Modulation, AM) viele Fehler: AM rauscht, knistert, verzerrt und nicht selten überlagern sich mehrere Sender gegenseitig. 

Die Mittelwelle erlebt jetzt eine Renaissance: aus der analogen Mittelwelle wird die digitale Mittelwelle.


Welche Vorteile bietet die "Digitale Mittelwelle"?
Die "Digitale Mittelwelle" bietet eine wesentlich bessere Klangqualität als die amplitudenmodulierte analoge Mittelwelle sowie die Möglichkeit der Einbindung von Datendiensten (ähnlich DAB). Des Weiteren gehören störende Effekte, wie durch Fading verursachte Lautstärkeschwankungen, Rauschen, Knistern und das Überlagern mehrerer Sender der Vergangenheit an. Da sich die Ausbreitungseigenschaften in diesem Frequenzbereich in Abhängigkeit von der Tages- sowie der Jahreszeit ändern, wechseln einige Sender ihre Frequenz, um sich den jeweiligen Ausbreitungsbedingungen anzupassen. Für den Hörer bedeutet das, dass er die Frequenzen entweder aus sogenannten "Hörfahrplänen" heraussuchen oder seinen Empfänger neu durchscannen muss.
Bei der "Digitalen Mittelwelle" werden im Service Description Channel (SDC), ein Nebenkanal der parallel zum Hauptdatenstrom ausgestrahlt wird, Informationen über alternative Empfangsfrequenzen und - zeiten mit übertragen. Dies ermöglicht dem Empfänger einen automatischen Wechsel des Kanals. Durch den Einsatz von COFDM (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex) zur Übertragung ist der Betrieb von Gleichwellennetzen möglich. Das bedeutet, es kann zur Versorgung von großen Gebieten ein Programm auf der gleichen Frequenz von verschiedenen Sendern aus abgestrahlt werden. 


Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung "Digitale Mittelwelle"?
Die "Digitale Mittelwelle" ist ein nach dem DRM-Standard aufgebautes digitales Rundfunkübertragungssystem, welches für die Frequenzbänder unterhalb von 30 MHz, also für Lang-, Mittel- und Kurzwelle entwickelt wurde.


Kann man die "Digitale Mittelwelle" bereits empfangen?
Ja, denn im Rahmen des in Sachsen-Anhalt laufenden Pilotprojektes wird rund um die Uhr das Programm "531 digital" vom Senderstandort Burg aus abgestrahlt. Des Weiteren finden DRM-Testsendungen auf Lang- und Kurzwelle statt. 


Was benötigt man zum Empfang der "Digitalen Mittelwelle"?
Zum Empfang der "Digitalen Mittelwelle" benötigt man einen speziellen Empfänger, welcher die digitalen Signale decodieren kann. Für technisch Interessierte soll es noch eine vom Fraunhofer Institut (IIS) entwickelte Software geben, welche die digitalen Daten decodiert. Man braucht dann nur noch einen Empfänger, welcher das empfangene Signal auf eine Frequenz von 12 kHz herunter mischt. Dieses 12 kHz Signal wird dann über die Soundkarte eines PCs der Software zugeführt.


Welche Audiocodierung kommt zum Einsatz?
Bei der Codierung des Audiosignals wird MPEG-4-AAC (Advanced Audio Coding ) in Verbindung mit SBR (Spectral Band Replication) verwendet. Dadurch ist es möglich auch bei einer Audiodatenrate von 18,7 kBit/s einen stereoähnlichen Klang (low complexity stereo) mit einer Audiobandbreite von 15 kHz zu erzeugen.


Wie funktioniert SBR (Spectral Band Replication)?
Bei herkömmlichen Audiokompressionsverfahren werden bei niedrigen Bitraten die hohen Frequenzanteile abgeschnitten, wodurch das Signal "dumpf" klingt. Das von Coding Technologies entwickelte Verfahren analysiert vor der Komprimierung der Audiodaten diese hohen Frequenzbereiche und fügt dem komprimierten Signal einige wenige Zusatzinformationen bei. Aus diesen Informationen kann ein SBR-fähiger Decoder den hohen Frequenzanteil rekonstruieren und dem "dumpfen" Audiosignal wieder hinzufügen.


Gibt es Nachteile?

Oh ja. Durch die Digitalisierung wird die Reichweite des übertragenen Senders sehr eingeschränkt und ist somit nicht mehr wie bei analogen Übertragungszeiten empfangbar.

 

 

Text: Copyright by digitalrundfunk.de