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SATzentrale - DFF - DDR-F1 und DDR-F2 -
DFF (Deutscher Fernsehfunk) DDR-F1 und DDR-F2

Vorwort zum Deutschen Fernsehfunk (DFF)
Der Deutsche Fernsehfunk (DFF) war die staatliche Fernsehanstalt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und prägte von 1952 bis 1991 die Fernsehlandschaft in Ostdeutschland. Als erstes regelmäßiges Fernsehprogramm auf deutschem Boden nach dem Zweiten Weltkrieg begann der DFF seine Ausstrahlungen aus Berlin-Adlershof.
Das Fernsehen der DDR entwickelte neben politischen Informationssendungen auch zahlreiche beliebte Unterhaltungs-, Kultur- und Sportprogramme, die teilweise bis heute bekannt sind. Während der DDR-Zeit stand der DFF unter staatlicher Kontrolle und war ein wichtiges Instrument der politischen Kommunikation der SED-Führung.
Mit der politischen Wende 1989 veränderte sich auch das Fernsehen der DDR grundlegend. Die Berichterstattung wurde zunehmend offener und unabhängiger. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der DFF in die neue Rundfunkordnung der Bundesrepublik überführt und stellte am 31. Dezember 1991 seinen Sendebetrieb ein. Seine Aufgaben und Frequenzen gingen anschließend an die neu gegründeten bzw. erweiterten öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten über.
Chronik:
20. Dezember 1952
Der Deutsche Fernsehfunk (DFF) beginnt mit seinen ersten öffentlichen Versuchsprogrammen aus Berlin-Adlershof. Zunächst können nur wenige hundert Fernsehgeräte die Sendungen empfangen.
3. Januar 1956
Der Deutsche Fernsehfunk nimmt den regulären Fernsehbetrieb auf. Das Programm wird zunächst an drei Tagen pro Woche ausgestrahlt.
1957
Das Sendeangebot wird kontinuierlich erweitert. Unterhaltung, Kultur, Sport und Nachrichtensendungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.
1958
Die Nachrichtensendung „Aktuelle Kamera“ entwickelt sich zur wichtigsten Informationssendung des DDR-Fernsehens und wird zum festen Bestandteil des Abendprogramms.
21. September 1969
Mit dem Start des zweiten Programms entsteht DFF 2. Gleichzeitig beginnt in der DDR das Farbfernsehen im französischen SECAM-Farbstandard.
1972
Der Deutsche Fernsehfunk wird in „Fernsehen der DDR“ umbenannt. Die beiden Programme heißen fortan DDR-F1 und DDR-F2.
1973
Das Farbfernsehangebot wird kontinuierlich ausgebaut. Immer mehr Eigenproduktionen und Unterhaltungssendungen werden in Farbe ausgestrahlt.
1975
Mit beliebten Unterhaltungssendungen wie „Ein Kessel Buntes“ erzielt das DDR-Fernsehen hohe Zuschauerzahlen – auch in vielen Regionen der Bundesrepublik.
1980
Das Fernsehen der DDR erweitert seine regionalen Berichterstattungen und modernisiert schrittweise seine Studiotechnik.
1985
Der Ausbau neuer Fernsehstudios und moderner Übertragungstechnik wird fortgesetzt.
1989
Während der Friedlichen Revolution verändert sich die Berichterstattung grundlegend. Das DDR-Fernsehen berichtet zunehmend unabhängiger über die politischen Ereignisse und die Demonstrationen im Land.
15. Dezember 1990
Nach der deutschen Wiedervereinigung erhält der Sender wieder seinen ursprünglichen Namen „Deutscher Fernsehfunk (DFF)“.
31. Dezember 1991
Der Deutsche Fernsehfunk stellt seinen Sendebetrieb endgültig ein. Seine Frequenzen werden von den neuen öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten der ARD übernommen.
Ab 1992
In den neuen Bundesländern übernehmen der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB), der Norddeutsche Rundfunk (NDR) sowie der Sender Freies Berlin (SFB) die Fernsehversorgung.
Heute
Der Deutsche Fernsehfunk gilt als das historische Fernsehen der DDR. Zahlreiche Eigenproduktionen wie „Sandmännchen“, „Polizeiruf 110“, „Ein Kessel Buntes“ oder „Aktuelle Kamera“ sind bis heute Teil der deutschen Fernsehgeschichte.



