| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 05:20 | ↓ 21:04 |
| ☿ Merkur | 3,0°🟢 | 62,9° |
| ♀ Venus | -32,8°⚫ | 10,0° |
| ♂ Mars | 23,5°🟢 | 81,9° |
| ♃ Jupiter | -6,8°⚫ | 46,1° |
| ♄ Saturn | 40,2°🟢 | 157,3° |
| ♅ Uranus | 31,5°🟢 | 95,2° |
| ♆ Neptun | 39,0°🟢 | 170,8° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Good | Good |
| 12m – 10m | Fair | Poor |
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UKW (Ultrakurzwelle)

UKW-Radio – Die Geschichte des beliebtesten analogen Radiosystems
UKW (Ultrakurzwelle) war über viele Jahrzehnte die wichtigste Technik für den alltäglichen Radioempfang. Die Einführung von UKW bedeutete einen großen Fortschritt gegenüber der älteren Mittelwelle, denn erstmals konnten Radioprogramme mit deutlich besserer Klangqualität und wesentlich weniger Störungen übertragen werden.
Auch heute ist UKW noch immer der meistgenutzte analoge Radioempfang in vielen Haushalten und Fahrzeugen. Gleichzeitig befindet sich UKW jedoch in einer Übergangsphase, da digitale Empfangswege wie DAB+ und Internetradio zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Die Entstehung der UKW-Technik
Die Grundlagen für den UKW-Rundfunk entstanden bereits in den 1930er Jahren. Der amerikanische Ingenieur Edwin Howard Armstrong entwickelte ein Verfahren, das die Nachteile der bis dahin üblichen Amplitudenmodulation (AM) deutlich reduzierte.
Statt die Lautstärke des Signals zu verändern, wurde bei der Frequenzmodulation (FM) die Frequenz des Trägersignals entsprechend dem Tonsignal verändert. Dieses Verfahren machte den Empfang wesentlich unempfindlicher gegenüber Störungen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Entwicklung zunächst gebremst. Nach 1945 begann jedoch der weltweite Ausbau von UKW-Rundfunknetzen.
Chronik des UKW-Radios
1933:
Erste erfolgreiche Demonstrationen der Frequenzmodulation durch Edwin H.
Armstrong. Die neue Technik zeigt deutliche Vorteile gegenüber AM-Radio.
1949:
In Deutschland beginnt der regelmäßige UKW-Rundfunkbetrieb. Der Nordwestdeutsche
Rundfunk (NWDR) startet erste UKW-Ausstrahlungen.
1950er Jahre:
Der UKW-Ausbau schreitet schnell voran. Immer mehr Haushalte erhalten Zugang zu
klarerem Radioempfang. Besonders Musikprogramme profitieren von der besseren
Tonqualität.
1960er bis 1980er Jahre:
UKW entwickelt sich zum wichtigsten Radiostandard. Neue Sendernetze entstehen,
Stereoübertragung wird eingeführt und immer mehr Autoradios verfügen über
UKW-Empfang.
1970er Jahre:
Mit der Einführung des Stereo-Rundfunks erreicht UKW eine Klangqualität, die für
Musikübertragungen besonders geeignet ist.
1990er Jahre:
Radio Data System (RDS) wird eingeführt. Dadurch können zusätzliche Informationen
wie Sendername, Verkehrsinformationen oder Radiotext übertragen werden.
Ab 2010:
Mit dem Ausbau von DAB+ beginnt die schrittweise Digitalisierung des Radios.
UKW bleibt jedoch weiterhin der dominierende Empfangsweg.
Warum wurde UKW so erfolgreich?
UKW hatte gegenüber Mittelwelle mehrere entscheidende Vorteile:
- deutlich bessere Klangqualität
- nahezu kein typisches Mittelwellenrauschen
- Stereoübertragung möglich
- weniger Störungen durch atmosphärische Einflüsse
- ideal für Musikprogramme
- kompakte und günstige Empfangsgeräte
Besonders die Einführung tragbarer Radios und Autoradios machte UKW zu einem Massenmedium.
Technische Grundlagen von UKW
Der UKW-Rundfunkbereich liegt in Deutschland im Frequenzbereich von 87,5 bis 108 MHz. Die Übertragung erfolgt über Frequenzmodulation (FM).
Die Reichweite eines UKW-Senders hängt stark von der Höhe der Sendeantenne, der Sendeleistung und der Landschaft ab. Deshalb stehen viele UKW-Sender auf hohen Türmen oder Bergen.
Im Gegensatz zur Mittelwelle folgt UKW hauptsächlich der direkten Sichtverbindung. Dadurch sind die Reichweiten begrenzter, gleichzeitig ist die Tonqualität jedoch wesentlich besser.
UKW und RDS – mehr als nur Ton
Mit dem Radio Data System (RDS) wurde UKW um digitale Zusatzinformationen erweitert. Moderne Radios können dadurch unter anderem anzeigen:
- Sendername
- Musiktitel und Interpret (Radiotext)
- Verkehrsfunkinformationen (TA/TP)
- automatische Senderverfolgung im Fahrzeug
RDS war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung des Radios.
Der Beginn der Digitalisierung
Mit der Einführung von DAB und später DAB+ begann die Entwicklung hin zum digitalen Radio. DAB+ bietet mehr Programme, zusätzliche Dateninformationen und eine effizientere Nutzung der Frequenzen.
Trotzdem konnte UKW seine Position lange behaupten. Die große Anzahl vorhandener Empfangsgeräte, besonders in Fahrzeugen, führte dazu, dass die Umstellung langsamer verlief als beim Fernsehen.
Das geplante Ende von UKW
Anders als beim analogen Satellitenfernsehen gibt es in Deutschland bisher keine bundesweite Abschaltung von UKW.
Der Übergang zu DAB+ erfolgt schrittweise. Viele neue Fahrzeuge und Radios unterstützen inzwischen beide Systeme. Einige Länder in Europa haben UKW bereits teilweise oder vollständig abgeschaltet, während andere weiterhin auf einen Parallelbetrieb setzen.
UKW heute
UKW ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Radiolandschaft. Millionen Menschen hören täglich Programme über UKW, insbesondere im Auto und über ältere Radiogeräte.
Gleichzeitig verschiebt sich die Nutzung zunehmend:
- DAB+ gewinnt im Fahrzeugbereich stark an Bedeutung
- Internetradio und Streaming wachsen weiter
- Smart Speaker und digitale Geräte ersetzen teilweise klassische Radios
Viele Rundfunkanstalten betreiben weiterhin UKW-Sender, beobachten aber die Entwicklung hin zu digitalen Verbreitungswegen.
Die Zukunft von UKW
UKW wird nicht plötzlich verschwinden, sondern voraussichtlich noch über viele Jahre parallel zu digitalen Angeboten bestehen bleiben.
Die endgültige Abschaltung hängt von technischen Entwicklungen, politischen Entscheidungen und der Verbreitung von DAB+-Empfängern ab.
Fazit:
UKW war eine der erfolgreichsten Technologien in der Geschichte des Radios. Es löste die Mittelwelle als wichtigste Radiotechnik ab und ermöglichte erstmals hochwertigen Stereoempfang für Millionen Hörer.
Auch wenn die Zukunft zunehmend digital ist, bleibt UKW ein bedeutendes Stück Rundfunkgeschichte und begleitet viele Menschen weiterhin im Alltag.