| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 05:26 | ↓ 20:58 |
| ☿ Merkur | 58,0°🟢 | 193,0° |
| ♀ Venus | 23,0°🟢 | 115,6° |
| ♂ Mars | 51,0°🟢 | 237,9° |
| ♃ Jupiter | 56,5°🟢 | 158,6° |
| ♄ Saturn | -4,3°⚫ | 281,8° |
| ♅ Uranus | 38,7°🟢 | 254,8° |
| ♆ Neptun | -12,9°⚫ | 288,0° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Good | Good |
| 12m – 10m | Fair | Poor |
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Als VIVA am 1. Dezember 1993 in Köln auf Sendung ging, begann eine neue Ära des deutschen Musikfernsehens. Bis dahin dominierte MTV Europe mit einem überwiegend englischsprachigen Programm den Markt. Mit VIVA entstand erstmals ein deutscher Musiksender, der sich ganz der deutschsprachigen Moderation, nationalen Künstlern und der heimischen Musikszene widmete.
Initiiert wurde das Projekt unter anderem von Dieter Gorny, der gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus der Musikindustrie den Sender gründete. Ziel war es, deutschen Künstlern eine Plattform zu geben und gleichzeitig ein junges Publikum anzusprechen.
Zum Sendestart am 1. Dezember 1993 war VIVA zunächst über den Satelliten Eutelsat Hot Bird 13° Ost zu empfangen. Da die meisten deutschen Satellitenhaushalte ihre Antennen damals bereits auf Astra 19,2° Ost ausgerichtet hatten, benötigten viele Zuschauer eine zusätzliche Empfangsanlage oder ein zweites LNB, um VIVA empfangen zu können.
Mit der steigenden Popularität des Senders erfolgte später die zusätzliche Verbreitung über Astra 19,2° Ost. Dadurch wurde VIVA für Millionen weiterer Haushalte problemlos empfangbar und entwickelte sich in den 1990er Jahren zum erfolgreichsten deutschen Musiksender.
Bereits nach kurzer Zeit entwickelte sich VIVA zum beliebtesten deutschen Musiksender. Die Mischung aus Musikvideos, lockeren Moderatoren und direktem Kontakt zu den Zuschauern traf den Nerv der 1990er Jahre.
Viele spätere Fernsehstars begannen ihre Karriere bei VIVA. Die Moderatoren waren keine klassischen Nachrichtensprecher, sondern galten als Teil der Musik- und Jugendkultur.
| Name | Bekannt durch |
|---|---|
| Heike Makatsch | Eine der ersten VJanes, später erfolgreiche Schauspielerin |
| Mola Adebisi | Kultmoderator der ersten Jahre |
| Nilz Bokelberg | Interaktiv und Unterhaltung |
| Stefan Raab | Vivasion, Ma' Kuck'n – später TV total |
| Jessica Schwarz | Moderatorin der Anfangszeit |
| Niels Ruf | Kultformate mit viel schwarzem Humor |
| Enie van de Meiklokjes | Musik- und Unterhaltungssendungen |
| Aleks Bechtel | Beliebte Moderatorin der späten 90er |
| Markus Kavka | Rock- und Alternative-Musik, später MTV |
| Sarah Kuttner | VIVA Interaktiv, später eigene Talkshow |
| Gülcan Kamps | Gesicht der 2000er Jahre |
| Oliver Pocher | Moderation und Comedy |
| Collien Ulmen-Fernandes | Charts und Entertainment |
| Sendung | Beschreibung |
|---|---|
| Interaktiv | Live-Sendung mit Zuschaueranrufen und Studiogästen |
| Vivasion | Stefan Raabs Kultshow |
| Ma' Kuck'n | Stefan Raabs erste Fernseherfolge |
| Club Rotation | Dance- und Technomusik mit Daisy Dee |
| Neu bei VIVA | Vorstellung neuer Musikvideos |
| VIVA Top 100 | Die beliebtesten Musikvideos |
| Charts | Deutsche und internationale Charts |
| Comet | Der bekannte deutsche Musikpreis von VIVA |
Am 21. März 1995 startete VIVA Zwei als zweiter Musiksender der VIVA-Familie. Während VIVA den Mainstream bediente, richtete sich VIVA Zwei an Fans von Rock, Alternative, Independent, Hip-Hop und elektronischer Musik. Der Sender entwickelte sich rasch zum Kultkanal für Musikliebhaber.
Bekannte Formate wie 2Step, Supreme, Wah², Electronic Beats, Fast Forward oder ZwoBot genießen bis heute Kultstatus.
Am 7. Januar 2002 wurde VIVA Zwei eingestellt und durch VIVA Plus ersetzt. Ursprünglich sollte der Sender rund um die Uhr Musik, Nachrichten und Zuschauerbeteiligung bieten. Später dominierten jedoch Wunschclips ("Get the Clip"), Call-In-Formate und Klingeltonwerbung das Programm.
Am 15. Januar 2007 wurde VIVA Plus schließlich eingestellt und durch Comedy Central ersetzt.
Nach der Übernahme der VIVA Media AG durch Viacom im Jahr 2004 änderte sich das Programm schrittweise. Musikvideos wurden zunehmend von Reality-Formaten, Anime, Comedy und Dauerwerbung verdrängt. Gleichzeitig gewann das Internet mit Plattformen wie YouTube immer mehr an Bedeutung, wodurch klassisches Musikfernsehen an Reichweite verlor.
Am 31. Dezember 2018 wurde VIVA nach 25 Jahren endgültig eingestellt. Damit endete die Geschichte des bekanntesten deutschen Musiksenders.
VIVA war weit mehr als ein Musiksender. Für Millionen Jugendliche war der Sender täglicher Begleiter, Trendsetter und Sprungbrett zahlreicher Fernsehkarrieren. VIVA Zwei gilt bis heute als einer der kreativsten Musiksender Deutschlands und genießt insbesondere bei Fans von Rock, Independent und elektronischer Musik Kultstatus. Auch Jahrzehnte später werden viele Sendungen, Moderatoren und legendäre Musikvideos noch immer mit den 1990er- und frühen 2000er-Jahren verbunden.