| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 06:08 | ↓ 20:07 |
| ☿ Merkur | 17,5°🟢 | 91,5° |
| ♀ Venus | -25,3°⚫ | 72,5° |
| ♂ Mars | 56,7°🟢 | 137,0° |
| ♃ Jupiter | 33,2°🟢 | 103,7° |
| ♄ Saturn | 19,3°🟢 | 250,0° |
| ♅ Uranus | 58,3°🟢 | 203,2° |
| ♆ Neptun | 11,1°🟢 | 256,3° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Good | Good |
| 12m – 10m | Fair | Poor |
Satellitenfernsehen gilt grundsätzlich als sehr zuverlässige Möglichkeit, Fernsehprogramme zu empfangen. Trotzdem kann es vorkommen, dass das Bild plötzlich ausfällt, einzelne Sender verschwinden, das Bild pixelig wird oder der Receiver überhaupt kein Signal mehr findet.
Die Ursachen können dabei sehr unterschiedlich sein. Nicht immer ist tatsächlich der Satellit schuld. Häufig liegt das Problem an der Satellitenschüssel, ihrer Ausrichtung, dem LNB, den Kabeln, Steckverbindungen, dem Receiver oder an einer zentralen Verteilanlage.
Diese Übersicht soll dabei helfen, die häufigsten und auch einige weniger bekannte Probleme systematisch zu erkennen und eine passende Lösung zu finden.
Der Fernseher zeigt „Kein Signal“, „Kein Empfang“ oder ein ähnliches Bild. Es werden keine Programme dargestellt.
Zunächst alle Kabelverbindungen kontrollieren. Danach im Receiver die Signalstärke und vor allem die Signalqualität prüfen. Wenn überhaupt keine Signalqualität vorhanden ist, sollte die Empfangskette von der Antenne bis zum Receiver überprüft werden.
Das Bild bleibt stehen, zerfällt in Klötzchen oder der Ton setzt kurz aus.
Die Schüssel sollte mit einem geeigneten Messgerät möglichst exakt auf maximale Signalqualität eingestellt werden. Nicht nur die angezeigte Signalstärke ist entscheidend – die Signalqualität beziehungsweise Fehlerwerte sind wesentlich aussagekräftiger.
Bei starkem Niederschlag kann die Empfangsreserve eines Satellitensystems zeitweise nicht mehr ausreichen. Besonders bei höheren Frequenzen kann starker Regen die Signaldämpfung erhöhen.
Ein leichter Regenschauer sollte bei einer gut installierten Anlage normalerweise nicht sofort zum Totalausfall führen. Wenn bereits bei normalem Regen regelmäßig Bildausfälle auftreten, ist die Empfangsreserve möglicherweise zu gering.
Schnee auf dem Spiegel oder direkt vor dem LNB kann den Empfang deutlich verschlechtern. Besonders problematisch sind nasser, schwerer Schnee und Eisablagerungen.
Schnee vorsichtig entfernen. Dabei nicht mit harten Gegenständen über den Reflektor kratzen und den LNB nicht beschädigen.
Bei Dachanlagen sollte die Reinigung aus Sicherheitsgründen einem Fachbetrieb überlassen werden.
Wind verursacht normalerweise nicht unmittelbar eine Störung des Satellitensignals. Problematisch wird es dann, wenn die Schüssel durch Wind bewegt wird oder sich Schraubverbindungen lösen.
Eine Satellitenschüssel muss sehr genau auf die gewünschte Orbitalposition ausgerichtet werden. Bereits kleine Abweichungen können die Empfangsreserve deutlich reduzieren.
Bei ASTRA 19,2° Ost müssen unter anderem Azimut, Elevation und die Drehung des LNB korrekt eingestellt sein. Die konkreten Werte hängen vom Standort ab.
Die Anlage mit einem digitalen Satellitenmessgerät optimal einmessen. Besonders wichtig ist dabei die maximale Signalqualität und nicht lediglich eine hohe Signalstärke.
Eine freie Sicht zwischen Antenne und Satellit ist entscheidend. Bäume können im Laufe der Jahre wachsen und plötzlich den Empfangsweg teilweise blockieren.
Auch neue Gebäude, Dachaufbauten, Gerüste, Kräne oder andere Hindernisse können den Empfang beeinträchtigen.
Standort der Antenne überprüfen. Wenn möglich, einen Standort mit freier Sicht wählen. Bei Bäumen sollte berücksichtigt werden, dass nicht nur die aktuelle Höhe, sondern auch das zukünftige Wachstum relevant ist.
Der LNB ist das Empfangsteil am Ende des Feedarms der Satellitenschüssel. Er wandelt die vom Satelliten empfangenen Signale in einen für die weitere Übertragung geeigneten Frequenzbereich um.
LNB austauschen beziehungsweise durch einen Fachbetrieb prüfen lassen.
Der LNB muss abhängig vom Standort und vom gewünschten Satelliten in einem bestimmten Winkel gedreht werden. Dieser Winkel wird als Skew bezeichnet.
Eine falsche Einstellung kann insbesondere bei schwächeren Signalen oder am Rand der Ausleuchtzone die Empfangsqualität verschlechtern.
Den LNB mit einem Messgerät feinjustieren und anschließend sicher befestigen.
Das Kabel zwischen LNB und Receiver wird häufig unterschätzt. Alte oder beschädigte Kabel können erhebliche Probleme verursachen.
Beschädigte Leitungen vollständig ersetzen. Bei längeren Leitungswegen sollte auf hochwertiges, für Satellitenempfang geeignetes Koaxialkabel geachtet werden.
Ein schlecht montierter F-Stecker kann genauso problematisch sein wie ein defektes Kabel.
Stecker neu montieren und Außenverbindungen fachgerecht gegen Feuchtigkeit abdichten.
Wasser kann über schlecht abgedichtete Außenverbindungen in Kabel oder Stecker gelangen. Mit der Zeit kann dies zu Korrosion und einer zunehmenden Verschlechterung des Signals führen.
Fehlerhafte Verbindungen ersetzen und Außenanschlüsse fachgerecht abdichten. Bei bereits durchfeuchtetem Koaxialkabel ist ein Austausch meist sinnvoller als ein Reparaturversuch.
Jedes Koaxialkabel verursacht eine gewisse Dämpfung. Bei sehr langen Leitungswegen kann das Signal dadurch zunehmend schwächer werden.
Bei Mehrteilnehmeranlagen wird das Signal häufig über einen Multischalter verteilt. Wenn dieser ausfällt, können mehrere Wohnungen oder Anschlüsse gleichzeitig betroffen sein.
Prüfen, ob alle Teilnehmer betroffen sind. Wenn mehrere Anschlüsse gleichzeitig ausfallen, sollte die zentrale Anlage überprüft werden.
Wer mehrere Satellitenpositionen empfängt, verwendet häufig DiSEqC-Schalter. Eine falsche Konfiguration kann dazu führen, dass der Receiver den falschen Satelliten auswählt.
DiSEqC-Einstellungen im Receiver kontrollieren und sicherstellen, dass die Satellitenposition dem richtigen DiSEqC-Port zugeordnet ist.
Moderne Gemeinschafts- und Mehrteilnehmeranlagen verwenden teilweise Einkabelsysteme wie Unicable oder JESS. Hier müssen Receiver und Verteilanlage exakt zusammenpassen.
Die Einstellungen des Receivers mit den Angaben des Anlagenbetreibers abgleichen.
Ein technisch funktionierender Satellitenanschluss kann trotzdem keinen Empfang liefern, wenn der Receiver falsch eingestellt ist.
Wenn nur einzelne Sender fehlen, muss nicht zwangsläufig die Satellitenanlage defekt sein.
Sender können ihre Frequenz, Symbolrate oder andere technische Parameter ändern. Außerdem können Programme eingestellt oder auf andere Transponder verschoben werden.
Einen aktuellen Sendersuchlauf durchführen beziehungsweise die aktuellen Empfangsdaten des jeweiligen Senders überprüfen.
Wenn beispielsweise einige Sender problemlos funktionieren, während andere regelmäßig ausfallen, kann dies auf ein Problem mit einem bestimmten Frequenzbereich oder der Empfangskette hinweisen.
Mögliche Ursachen sind unter anderem LNB-Probleme, Kabelverluste, schlechte Steckverbindungen oder eine nicht optimale Ausrichtung.
Mehrere Sender auf unterschiedlichen Transpondern vergleichen. Dadurch lässt sich besser feststellen, ob das Problem einzelne Frequenzbereiche oder den gesamten Empfang betrifft.
Dieser Fall sorgt häufig für Verwirrung. Ein Receiver kann eine hohe Signalstärke anzeigen, obwohl das Bild trotzdem ausfällt.
Signalstärke und Signalqualität sind unterschiedliche Messgrößen. Entscheidend für einen stabilen digitalen Empfang ist insbesondere die Qualität beziehungsweise die Fehlerfreiheit des empfangenen Signals.
Nicht ausschließlich auf die Prozentanzeige „Signalstärke“ verlassen. Für eine genaue Beurteilung sind Messwerte wie MER, BER oder C/N beziehungsweise SNR wesentlich aussagekräftiger.
Ein zu schwaches Signal kann verschiedene Ursachen haben: falsche Ausrichtung, kleine Antenne, ungünstiger Standort, hohe Kabeldämpfung oder Probleme mit LNB und Steckverbindungen.
Zuerst die Ursache der geringen Signalreserve finden. Eine größere Schüssel kann helfen, sollte aber nicht automatisch die erste Maßnahme sein.
Auch ein ungewöhnlich starkes Signal ist nicht automatisch besser. Bei bestimmten Anlagen kann ein zu hoher Pegel zu Übersteuerungen in Verstärkern, Verteilern oder Tunern führen.
Bei auffällig hohen Pegeln die Anlage messtechnisch überprüfen lassen. Gegebenenfalls muss eine fachgerechte Pegelanpassung vorgenommen werden.
Receiver und Fernseher benötigen ausreichende Belüftung. Wird die Wärme nicht abgeführt, können elektronische Bauteile instabil werden.
Der Receiver versorgt den LNB normalerweise über das Koaxialkabel mit Spannung. Bei einem Problem in dieser Versorgung kann der LNB nicht korrekt arbeiten.
Receiver-Einstellung für die LNB-Versorgung kontrollieren. Bei einem Verdacht auf einen elektrischen Fehler sollte die Anlage fachgerecht gemessen werden.
Eine Satellitenanlage kann durch Überspannungen beziehungsweise Blitzereignisse beschädigt werden. Dabei können LNB, Multischalter, Receiver oder andere Komponenten betroffen sein.
Nach einem Gewitter sollten bei plötzlich auftretenden dauerhaften Empfangsproblemen LNB, Receiver und Verteiltechnik überprüft werden.
Die fachgerechte Erdung und der Blitzschutz einer Antennenanlage sind wichtige Bestandteile einer sicheren Installation. Arbeiten an Dachanlagen sollten Fachleute durchführen.
Ein sehr spezielles und seltenes Phänomen ist die sogenannte Sonneninterferenz oder „Sun Outage“.
Dabei stehen Sonne, Satellit und Empfangsantenne aus Sicht des Empfangsortes nahezu auf einer Linie. Die starke Radioemission der Sonne kann den Empfang für kurze Zeit überlagern.
Das Phänomen tritt typischerweise rund um die Tagundnachtgleichen im Frühjahr und Herbst auf und kann mehrere Tage hintereinander ungefähr zur gleichen Tageszeit auftreten.
Hier ist normalerweise keine Reparatur notwendig. Nach dem Ende des kurzen Zeitfensters funktioniert der Satellitenempfang wieder normal.
Jeder Satellit besitzt eine bestimmte Ausleuchtzone. Außerhalb des vorgesehenen Empfangsbereichs kann das Signal deutlich schwächer sein.
Eine größere Antenne bietet grundsätzlich mehr Empfangsreserve. Das kann insbesondere bei schwachen Satellitensignalen oder schwierigen Empfangsstandorten relevant sein.
Vor dem Kauf einer größeren Schüssel sollte zunächst ausgeschlossen werden, dass Ausrichtung, LNB, Kabel oder Stecker die eigentliche Ursache sind.
Metallische Teile einer Außenanlage sind ständig Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Frost und Temperaturschwankungen ausgesetzt.
Korrosion kann die Stabilität der Halterung beeinträchtigen oder elektrische Kontakte verschlechtern.
Stark korrodierte Bauteile austauschen. Bei sicherheitsrelevanten Teilen wie Mast, Wandhalterung oder Dachbefestigung sollte ein Fachbetrieb beurteilen, ob die Anlage noch sicher befestigt ist.
In Mehrfamilienhäusern kann die Ursache einer Störung außerhalb der eigenen Wohnung liegen.
Nachbarn fragen, ob sie ebenfalls keinen Satellitenempfang haben.
Sind mehrere Wohnungen gleichzeitig betroffen, liegt die Ursache wahrscheinlich in der zentralen Empfangs- oder Verteilanlage.
In bestimmten technischen Empfangssituationen können terrestrische Funksignale Störungen verursachen. Das ist besonders von der verwendeten Frequenz und Empfangstechnik abhängig.
Ein Beispiel sind bestimmte C-Band-Anwendungen, bei denen in einigen Regionen Frequenzbereiche für Mobilfunk neu genutzt wurden.
Bei ungewöhnlichen, dauerhaft auftretenden Störungen sollte die Anlage mit einem geeigneten Messgerät untersucht werden. Je nach Empfangssystem können Filter oder eine andere technische Lösung erforderlich sein.
Auch wenn eine Satellitenanlage viele Jahre zuverlässig funktioniert, altern ihre Komponenten.
Bei älteren Anlagen lohnt sich eine komplette Überprüfung. Häufig ist es nicht notwendig, die gesamte Anlage auszutauschen. Einzelne gealterte Komponenten können gezielt ersetzt werden.
Zunächst prüfen, ob nur ein einzelner Sender oder sämtliche Programme betroffen sind.
Mehrere Programme auf unterschiedlichen Transpondern testen.
Starker Regen, Schnee oder ein Unwetter können die Empfangsreserve vorübergehend reduzieren.
Sind Bäume, Äste oder neue Gebäude im Empfangsweg?
Hat sich die Antenne durch Wind bewegt? Sind Halterung oder Mast beschädigt?
Sind Kabel und F-Stecker fest verbunden und trocken?
Sind Satellit, LNB, DiSEqC und gegebenenfalls Unicable korrekt eingestellt?
Wenn möglich, Signalqualität mit einem geeigneten Satellitenmessgerät überprüfen.
Wenn Ausrichtung, Kabel und Receiver in Ordnung sind, kommt der LNB als Fehlerquelle infrage.
Wenn die Ursache nicht eindeutig gefunden werden kann oder Arbeiten auf dem Dach notwendig sind, sollte ein Fachbetrieb die Anlage überprüfen.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Erste Maßnahme |
|---|---|---|
| Alle Sender weg | Kabel, LNB, Receiver, Schüssel oder zentrale Anlage | Signalweg überprüfen |
| Nur einzelne Sender fehlen | Senderdaten oder einzelner Transponder | Sendersuchlauf / Transponder prüfen |
| Bild pixelig | Zu geringe Signalqualität | Ausrichtung und Kabel prüfen |
| Ausfall nur bei starkem Regen | Zu geringe Empfangsreserve / Rain Fade | Ausrichtung und Antennengröße prüfen |
| Ausfall nach Sturm | Schüssel verstellt | Antenne neu einmessen |
| Signal schwankt bei Wind | Lockere Halterung | Mechanik prüfen |
| Seit Jahren zunehmend schlechter | Alterung / Korrosion / Feuchtigkeit | Anlage überprüfen |
| Nur eine Wohnung betroffen | Wohnungsanschluss / Receiver / Kabel | Eigenen Anschluss prüfen |
| Ganzes Haus betroffen | Multischalter / zentrale Anlage | Hausanlage prüfen lassen |
| Ausfall immer zur gleichen Uhrzeit im Frühjahr/Herbst | Sonneninterferenz | Abwarten – normalerweise vorübergehend |
| Receiver zeigt Signalstärke, aber schlechte Qualität | Ausrichtung / Störungen / Kabel / LNB | Signalqualität messen |
Receiver neu starten, Kabelverbindungen kontrollieren, Senderliste aktualisieren, Wetter und mögliche Hindernisse prüfen sowie die Signalwerte im Receiver ablesen.
Ausrichtung einer Dachanlage, Arbeiten an Mast und Halterung, Messungen mit professionellem Satellitenmessgerät, Reparatur zentraler Gemeinschaftsanlagen sowie Arbeiten an Erdung und Blitzschutz.
Arbeiten auf Dächern, an hoch montierten Satellitenschüsseln und an elektrischen beziehungsweise erdungsrelevanten Komponenten bergen erhebliche Risiken. Eine Antenne sollte nicht auf einer Leiter oder einem Dach bei Wind oder Nässe selbst repariert werden.
Ein gestörter Satellitenempfang bedeutet nur selten, dass „der Satellit kaputt“ ist. In den meisten Fällen liegt die Ursache in der eigenen Empfangsanlage: bei der Ausrichtung der Schüssel, beim LNB, bei Kabeln und Steckern oder bei der Konfiguration des Receivers.
Eine besonders wichtige Erkenntnis bei der Fehlersuche ist deshalb: Signalstärke und Signalqualität sind nicht dasselbe. Eine hohe Signalstärke garantiert noch keinen stabilen Empfang.
Wer die Fehler systematisch von der Satellitenschüssel über LNB und Kabel bis zum Receiver untersucht, kann die meisten Probleme relativ schnell eingrenzen. Bei komplexen Mehrteilnehmeranlagen oder Arbeiten an Dach, Erdung und Blitzschutz sollte dagegen ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.
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