| Objekt | Höhe | Azimut |
|---|---|---|
| ☀ Sonne | ↑ 06:08 | ↓ 20:07 |
| ☿ Merkur | 17,5°🟢 | 91,5° |
| ♀ Venus | -25,3°⚫ | 72,5° |
| ♂ Mars | 56,7°🟢 | 137,0° |
| ♃ Jupiter | 33,2°🟢 | 103,7° |
| ♄ Saturn | 19,3°🟢 | 250,0° |
| ♅ Uranus | 58,3°🟢 | 203,2° |
| ♆ Neptun | 11,1°🟢 | 256,3° |
| Band | Day | Night |
|---|---|---|
| 80m – 40m | Fair | Good |
| 30m – 20m | Good | Good |
| 17m – 15m | Good | Good |
| 12m – 10m | Fair | Poor |
Satellitenfernsehen ist heute für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Über eine kleine Satellitenschüssel lassen sich hunderte Fernseh- und Radioprogramme empfangen – teilweise aus Ländern, die Tausende Kilometer entfernt liegen. Die technischen Grundlagen dafür entstanden jedoch bereits Jahrzehnte vor der Einführung des heutigen digitalen Satellitenfernsehens.
Eine besondere Rolle bei der Entwicklung in Europa spielte Eutelsat. Aus den ersten europäischen Kommunikationssatelliten entwickelte sich Schritt für Schritt eine Infrastruktur, die Fernsehen über große Entfernungen möglich machte und später den direkten Empfang zu Hause revolutionierte.
Noch bevor ein Fernsehsatellit überhaupt technisch realisierbar war, existierte die Idee bereits auf dem Papier. Der britische Wissenschaftler und Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke beschrieb 1945 das Prinzip, Kommunikationssatelliten in einer geostationären Umlaufbahn einzusetzen.
Ein Satellit in rund 36.000 Kilometern Höhe kann sich scheinbar fest über einem bestimmten Punkt der Erde befinden. Dadurch kann eine Bodenstation permanent mit demselben Satelliten kommunizieren. Genau dieses Prinzip wurde später zur Grundlage für die weltweite Satellitenkommunikation und damit auch für das Satellitenfernsehen.
In den 1960er-Jahren wurden die ersten Kommunikationssatelliten in Betrieb genommen. Ein Meilenstein war Telstar 1, der 1962 gestartet wurde. Er ermöglichte die Übertragung von Fernsehbildern zwischen Nordamerika und Europa.
Damit war bewiesen, dass Fernsehsignale nicht nur über terrestrische Funknetze oder Kabel, sondern auch über den Weltraum übertragen werden konnten.
Allerdings waren diese frühen Satelliten noch nicht für den heutigen direkten Fernsehempfang ausgelegt. Sie dienten zunächst vor allem der Verbindung großer Bodenstationen. Die Signale wurden von großen Antennen empfangen und anschließend über die nationalen Rundfunknetze weiterverteilt.
In Europa entstand in den 1970er-Jahren der Wunsch, eine eigene leistungsfähige Infrastruktur für die Satellitenkommunikation aufzubauen. Zunächst stand dabei nicht das Satellitenfernsehen für Privathaushalte im Mittelpunkt. Vielmehr ging es um internationale Telefonverbindungen, Datenübertragung und die Verteilung von Fernsehprogrammen zwischen Rundfunkanstalten.
Die europäischen Staaten arbeiteten hierfür im Rahmen verschiedener Organisationen zusammen. Aus dieser Entwicklung ging schließlich die europäische Satellitenorganisation Eutelsat hervor.
Der Name Eutelsat steht für „European Telecommunications Satellite Organization“. Die Organisation wurde 1977 gegründet. Ihre Aufgabe bestand zunächst darin, ein europäisches Satellitensystem für Telekommunikation und Rundfunk aufzubauen.
In den 1980er-Jahren nahm die Bedeutung von Satelliten für die Verteilung von Fernsehprogrammen stark zu. Satelliten konnten ein Signal über einen riesigen geografischen Bereich ausstrahlen. Für Europa bedeutete dies, dass ein einziges Satellitensignal zahlreiche Länder erreichen konnte.
Eutelsat betrieb beziehungsweise nutzte dafür verschiedene Satelliten, die über Europa positioniert wurden. Programme konnten von Rundfunkanstalten zu sogenannten Uplink-Stationen übertragen werden. Von dort gelangten sie zum Satelliten und wurden anschließend wieder auf die Erde abgestrahlt.
Zunächst empfingen vor allem Kabelnetzbetreiber und professionelle Empfangsstationen diese Signale. Das Satellitenfernsehen war also zunächst ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur des Kabelfernsehens.
Gleichzeitig wurden die Satelliten leistungsfähiger. Dadurch wurde es zunehmend möglich, mit kleineren Antennen direkt zu Hause Satellitensignale zu empfangen.
Für die Entwicklung des europäischen Satellitenfernsehens war nicht nur Eutelsat entscheidend. Ende der 1980er-Jahre trat mit Astra ein weiterer wichtiger Satellitenbetreiber auf den europäischen Markt.
Der erste Astra-Satellit wurde 1988 gestartet und nahm 1989 den kommerziellen Betrieb auf. Besonders in Deutschland führte die neue Satellitentechnik zu einem enormen Wachstum des privaten Satellitenempfangs.
Satellitenschüsseln wurden zunehmend kleiner und erschwinglicher. Damit konnten Zuschauer Programme empfangen, die nicht mehr ausschließlich über das terrestrische Fernsehen oder das örtliche Kabelnetz verfügbar waren.
Diese Entwicklung veränderte die Fernsehlandschaft grundlegend: Aus einem technischen Übertragungsweg für Rundfunkanstalten wurde ein Massenmedium für private Haushalte.
Während das Satellitenfernsehen in den 1980er-Jahren noch überwiegend analog war, begann in den 1990er-Jahren der Übergang zur digitalen Übertragung.
Digitale Fernsehsignale benötigten deutlich weniger Übertragungskapazität als analoge Signale. Dadurch konnten auf einem Satellitentransponder mehrere Programme übertragen werden. Gleichzeitig verbesserten sich Bild- und Tonqualität.
Die Digitalisierung ermöglichte außerdem neue Dienste. Neben klassischen Fernsehsendern konnten beispielsweise Radioprogramme, elektronische Programmführer, verschlüsselte Pay-TV-Angebote und später interaktive Anwendungen über Satellit verbreitet werden.
Bei analoger Übertragung belegte ein einzelnes Fernsehprogramm einen erheblichen Teil der verfügbaren Übertragungskapazität. Durch digitale Kompression konnten mehrere Programme in einem vergleichbaren Frequenzbereich übertragen werden. Das machte Satellitenfernsehen wirtschaftlicher und schuf Platz für eine wesentlich größere Programmvielfalt.
Mit der zunehmenden Verbreitung von DVB-S – „Digital Video Broadcasting – Satellite“ – setzte sich das digitale Satellitenfernsehen in Europa immer stärker durch.
Die klassische analoge Satellitenübertragung wurde nach und nach zurückgedrängt. Zuschauer benötigten nun einen digitalen Satellitenreceiver beziehungsweise später einen Fernseher mit integriertem Satellitentuner.
Parallel dazu entstanden immer mehr private Fernsehsender, Spartensender und internationale Programme. Satellitenfernsehen wurde dadurch zu einem wichtigen Bestandteil der europäischen Medienlandschaft.
Im neuen Jahrtausend entwickelte sich das digitale Satellitenfernsehen weiter. Hochauflösendes Fernsehen, kurz HDTV, wurde zunehmend verbreitet.
Auch Pay-TV-Angebote nutzten Satelliten als wichtigen Übertragungsweg. Verschlüsselungssysteme ermöglichten es, Programme nur für zahlende Kunden freizuschalten.
Gleichzeitig wurden Satellitenpositionen wie die europäischen Positionen von Astra und Eutelsat zu wichtigen Knotenpunkten für internationale Fernsehsender.
In den 2010er-Jahren wurde hochauflösendes Fernsehen immer stärker zum Standard. Gleichzeitig begann die Einführung von Ultra HD beziehungsweise 4K.
Satelliten bieten hierfür einen entscheidenden Vorteil: Sie können große Datenmengen über große geografische Gebiete gleichzeitig verteilen. Gerade bei Live-Fernsehen und Sportübertragungen blieb Satellit deshalb ein wichtiger Übertragungsweg.
Parallel dazu gewann jedoch das Internet massiv an Bedeutung. Streamingdienste ermöglichten es, Fernsehinhalte unabhängig von festen Sendezeiten über Breitbandverbindungen abzurufen.
Heute existieren Satellitenfernsehen und Streaming nebeneinander. Die klassische Satellitenschüssel ist keineswegs verschwunden. Millionen Haushalte nutzen weiterhin Satellitenempfang, insbesondere dort, wo schnelle Internetverbindungen nicht überall verfügbar sind oder eine große Auswahl an Fernsehprogrammen gewünscht wird.
Technisch hat sich das System allerdings erheblich weiterentwickelt. Moderne Satelliten übertragen digitale Programme in HD und teilweise in Ultra HD. Gleichzeitig können Satelliten nicht nur klassische Fernsehsignale, sondern auch Daten und andere Kommunikationsdienste übertragen.
Die großen Satellitenbetreiber konzentrieren sich inzwischen zunehmend auf kombinierte Kommunikationslösungen. Eutelsat ist beispielsweise längst nicht mehr ausschließlich ein Unternehmen für klassische Fernsehverbreitung, sondern beschäftigt sich auch mit Breitbandkommunikation und satellitengestützten Internetdiensten.
| Zeitraum | Entwicklung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1945 | Konzept geostationärer Kommunikationssatelliten | Theoretische Grundlage |
| 1960er | Erste internationale Fernsehübertragungen über Satellit | Satellitentechnik wird für Fernsehen nutzbar |
| 1977 | Gründung von Eutelsat | Aufbau einer europäischen Satelliteninfrastruktur |
| 1980er | Satelliten werden für die Programmverteilung wichtiger | Satellitensignale gelangen zu Kabelnetzen und Empfangsstationen |
| 1989 | Kommerzieller Start von Astra | Satellitenfernsehen erreicht zunehmend Privathaushalte |
| 1990er | Übergang zu DVB-S und digitalem Fernsehen | Mehr Programme und bessere Nutzung der Satellitenkapazität |
| 2000er | HDTV und Pay-TV | Höhere Bildqualität und neue Geschäftsmodelle |
| 2010er | HD wird Standard, 4K beginnt | Immer höhere Bildauflösungen |
| Heute | Satellit, Streaming und Breitbandkommunikation | Satelliten bleiben Bestandteil der modernen Medien- und Kommunikationsinfrastruktur |
Die Entstehung des Satellitenfernsehens war kein einzelner technischer Durchbruch, sondern das Ergebnis einer jahrzehntelangen Entwicklung. Von den ersten theoretischen Überlegungen über die ersten Kommunikationssatelliten bis zum europäischen Satellitennetz von Eutelsat vergingen mehrere Jahrzehnte.
Eutelsat spielte dabei eine wichtige Rolle, weil die Organisation den Aufbau einer europäischen Satelliteninfrastruktur vorantrieb und damit die Grundlage für die großflächige Verteilung von Fernsehprogrammen schuf. In den 1980er- und 1990er-Jahren entwickelte sich daraus gemeinsam mit anderen Satellitenbetreibern ein Massenmedium.
Die Digitalisierung machte Satellitenfernsehen schließlich zu einem besonders leistungsfähigen Übertragungsweg. Heute konkurriert der Satellit zwar mit Kabel, Glasfaser und Streaming, doch seine Fähigkeit, große Datenmengen gleichzeitig über riesige Gebiete zu übertragen, macht ihn weiterhin zu einem wichtigen Bestandteil der internationalen Kommunikationsinfrastruktur.
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